Körperverletzung im Amt

Gewalt gegen Inhaftierte – Staatsanwaltschaft Dresden klagt Justizvollzugsbedienstete an

Die Dresdner Staatsanwaltschaft hat sechs Angestellte wegen Körperverletzung gegen Strafhäftlinge angeklagt (Symbolfoto).

Die Dresdner Staatsanwaltschaft hat sechs Angestellte wegen Körperverletzung gegen Strafhäftlinge angeklagt (Symbolfoto).

Dresden. Die Dresdner Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen sechs Angestellte der Justizvollzugsanstalt (JVA) Dresden erhoben. Den Beamten wird unter anderem gefährliche Körperverletzung gegen Häftlinge vorgeworfen.

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Gewalt gegen Gefangene in drei Fällen

Laut Sprecher Jürgen Schmidt geht es konkret um drei Fälle: Am 12. Juli 2018 soll ein Gefangener aus Afghanistan von einem Beamten-Duo zu Boden geworfen und mit mehreren Faustschlägen gegen den Oberkörper und Kopf traktiert worden sein. Einem weiteren Beschuldigten wird vorgeworfen, die Tat beobachtet zu haben und nicht eingeschritten zu sein.

Einige Tage später, am 18. Juli 2018, ereignete sich in der JVA laut Anklage ein ähnlicher Fall: Drei Beschuldigte sollen einen tunesischen Strafgefangenen an den Händen gefesselt haben, bevor sie ihn mehrfach gegen den Oberkörper schlugen und ihm Tritte versetzten.

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Im August 2018 soll ein Justizvollzugsbediensteter zudem einen marokkanischen Insassen in dessen unter Wasser gesetzten Haftraum geschubst haben. Dabei rutschte der Mann aus und stieß mit dem Kopf gegen den Türrahmen der Toilettentür. Er zog sich eine blutende Wunde am Kopf zu.

Das Amtsgericht Dresden muss nun über die Eröffnung des Hauptverfahrens und Zulassung der Anklage entscheiden. Auch ein Termin zur Hauptverhandlung muss bestimmt werden.

Von mb

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