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Wenig Zuspruch bei Konzeptausschreibung

Garagen auf städtischem Land: Dresden arbeitet am Konzept – Besitzer zittern

Der Garagenhof auf der Braunsdorfer Straße.

Der Garagenhof auf der Braunsdorfer Straße.

Dresden.Die Stadtverwaltung arbeitet an einem Konzept über den strategischen Umgang mit Garagengrundstücken. Das bestätigte Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen) auf Anfrage der DNN. „Das Konzept befindet sich innerhalb der Verwaltung im Abstimmungsprozess.“ 101 Flächen der Landeshauptstadt sind mit Garagenhöfen bebaut, die Zahl der Garagen beträgt 1350. Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) bezeichnete schon 2016 die Garagenstandorte als städtebauliches Entwicklungspotenzial. Im Konzept wird definiert, welche Standorte sich für eine Bebauung eignen und welche als Garagenhof bestehen bleiben können.

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Für zwei Standorte hat die Verwaltung bereits Ende 2016 eine Art Testballon gestartet und eine Konzeptausschreibung ins Leben gerufen. Dabei wird einem Investor vorgeschrieben, was auf dem Grundstück entstehen soll – in beiden Fällen war das geförderter Wohnraum für Menschen mit und ohne Migrationshintergrund.

Für die Grundstücke auf der Mohorner Straße und der Braunsdorfer Straße gibt es laut Schmidt-Lamontain Interessenten, die auch ein Konzept eingereicht haben. Bei der Mohorner Straße beinhaltete dieses Konzept allerdings die Fortführung der Garagennutzung. „Das entspricht nicht der Ausschreibung“, so der Baubürgermeister. Für das Grundstück an der Braunsdorfer Straße sei neben der Bewerbung der Garagengemeinschaft auch eine Interessensbekundung eingegangen, die die Schaffung von gefördertem Wohnraum vorsieht. „Ein Zuschlag wurde noch nicht erteilt. Die Prüfung ist noch im Gange“, erklärte der Baubürgermeister.

Für die betroffenen Garagenbesitzer heißt das: Auf der Mohorner Straße können sie ihre Garagen so lange weiter nutzen, wie nicht über eine anderweitige Nutzung entschieden worden ist. Bei der Braunsdorfer Straße könnten die Garagen, so Schmidt-Lamontain, nach jetzigem Sachstand dann nicht weitergenutzt werden, wenn das Grundstück auf Grundlage der Konzeptausschreibung auf einen neuen Eigentümer übergehen sollte und dieser von seinem Kündigungsrecht Gebrauch macht.

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Überlegungen, die ausgeschriebenen Grundstücke der städtischen Wohnungsbaugesellschaft „Wohnen in Dresden“ anzubieten, gebe es bisher nicht, erklärte Schmidt-Lamontain. Sollte die Braunsdorfer Straße geräumt werden, wäre dies die zweite Garagengemeinschaft, die ihren Besitz einbüßen würde. Im Mai 2017 musste ein mit Garagen bebautes Grundstück in der Anton-Weck-Straße geräumt werden, dort entsteht ein Wohnhaus.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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