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Elektronikfirma

Fränkisches Kapital für Dresdner Unternehmen

„3-5 Power Electronics GmbH“ startet Fertigung von Galliumarsenid- Leistungshalbleitern, im BIld Keril Lauk, leitende Prozessingenieurin an der „Liquid Phase Epitaxy Furnace“-Maschine, an der Wafer veredelt und Chipstrukturen hergestellt werden.

„3-5 Power Electronics GmbH“ startet Fertigung von Galliumarsenid- Leistungshalbleitern, im BIld Keril Lauk, leitende Prozessingenieurin an der „Liquid Phase Epitaxy Furnace“-Maschine, an der Wafer veredelt und Chipstrukturen hergestellt werden.

Dresden.Das Dresdner Mikroelektronik-Unternehmen „3-5 Power Electronics“ (35PE) bekommt frisches Kapital und – neben der chinesischen SINO Alliance Investment Ltd. – einen neuen Investor: Die fränkische Familie Sturm steigt über ihre Beteiligungsgesellschaft „Sturm Family Office“ (SFO) aus Bad-Mergentheim ein. Das hat die „3-5 Power Electronics GmbH“ mitgeteilt.

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„Jetzt, nachdem wir eine einzigartige Technologie mit immensem Potenzial für die Branche der Leistungselektronik entwickelt haben, soll uns die neue Finanzierung dabei helfen, unsere Produkte weltweit zu positionieren“, kommentierte 35PE-Chef Gerhard Bolenz die Finanzspritze der Franken. Wie viel genau SFO investiert, teilten die Partner allerdings nicht mit.

Galliumarsenid-Schichten auf Wafern

35PE ist auf Galliumarsenid-Schichten (GaAs) spezialisiert, die sie auf Trägerscheiben (Wafer) aufbringt. Mit diesem besonderen Halbleiter-Material können Chiphersteller elektronische Bauelemente herstellen, die starke Ströme bis zu 150 Ampere und hohe Spannungen bis zu 1700 Volt vertragen. Solche Leistungshalbleiter werden zum Beispiel für Elektroautos, Solaranlagen, Trafos, Kühlschränke, Batterie-Schnellladestationen oder auch in Notstrom-Batterien (USVs) für Rechenzentren benötigt.

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2015 gründeten die Halbleiter-Experten Gerhard Bolenz, Volker Dudek und Richard J. Kulle deshalb in Freital das Unternehmen „35PE“. 2016 zog das Unternehmen nach Dresden um. Im April 2018 eröffnete 35PE eine vergleichsweise kleine Halbleiterfabrik mit sechs Mitarbeitern im städtischen Technologiezentrum Dresden an der Gostritzer Straße. Dabei verfolgt das Unternehmen einen „Fab-light“-Ansatz: Nur die Kristallwachstums-Kernprozesse (Epitaxie) erledigt 35PE im eigenen Reinraum, andere Fertigungsschritte übernehmen Auftragsfertiger. „Zu Testzwecken wurden GaAs-Dioden bereits an Hersteller von Leistungsmodulen in Europa und China versendet“, teilte 35PE mit.

Von Heiko Weckbrodt

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