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Luftverkehr

Flughafen Dresden leidet unter Germania-Pleite: 15 Prozent Passagierschwund im März

Die Flugzeuge von Germania mussten in Dresden seit Anfang Februar am Boden bleiben. Vor einer Woche wurden die letzten beiden Maschinen abgeholt.

Die Flugzeuge von Germania mussten in Dresden seit Anfang Februar am Boden bleiben. Vor einer Woche wurden die letzten beiden Maschinen abgeholt.

Dresden. Die Pleite der Fluggesellschaft Germania hat dem Airport Dresden im März die Passagierstatistik verhagelt: Nur 115 365 Fluggäste wurden in dem Monat in der Landeshauptstadt gezählt, 14,7 Prozent weniger als im selben Monat des Vorjahres, teilte der Flughafen am Mittwoch auf DNN-Anfrage mit. Schuld sei vor allem die Pleite des Ferienfliegers Germania im Februar.

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„Germania war in Dresden bisher der wichtigste Anbieter im touristischen Bereich“, sagte ein Flughafen-Sprecher. „Das reißt jetzt eine Lücke.“ Vor allem auf den bisher von der Airline bedienten Strecken nach Spanien, Portugal, Zypern und in die Türkei habe es im März nun herbe Einbußen gegeben.

Zwar konnte der Airport auf vielen Strecken bereits Ersatz durch andere Airlines finden. Die ersten gehen aber erst im Mai an den Start. Im März habe das noch nichts geholfen. Mit dem Rückgang habe man daher gerechnet.

Sundair, Corendon und Lauda springen ein

Germania hatte Anfang Februar Insolvenz angemeldet und den Flugbetrieb sofort eingestellt. Dresden war davon besonders hart betroffen: Die Airline war hier der wichtigste Anbieter nach Lufthansa und Eurowings. Zuletzt wurden elf Ziele in Ägypten, Spanien, Portugal und der Türkei angesteuert, bis zu 23 Flüge gab es pro Woche. Im Sommer sollte sogar auf bis zu 47 Flüge zu 21 Zielen aufgestockt werden.

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Für sechs dieser Ziele konnte inzwischen Ersatz gefunden werden. Bereits kurz nach der Germania-Insolvenz hatte Sundair angekündigt, ab Mai vier der bisherigen Germania-Strecken zu übernehmen und dafür sogar ein Flugzeug in Dresden zu stationieren. Je eine weitere Strecke übernehmen ab Mai der türkische Ferienflieger Corendon und ab Juni die Ryanair-Tochter Lauda. Damit habe man für mehr als die Hälfte der Germania-Flüge Ersatz gefunden, hieß es am Flughafen.

Flugzeuge standen noch bis Anfang April in Dresden

Germania hatte sogar drei Boeing 737 in Dresden stationiert, die dann ab Anfang Februar am Boden bleiben mussten. Die letzten beiden wurden erst vor einer Woche abgezogen. Sie waren von Germania nur geleast worden und wurden vom eigentlich Eigentümer aus England abgeholt.

Von Frank Johannsen

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