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Verkehrspolitik

FDP und Freie Bürger lehnen Vorstoß für autofreies Terrassenufer ab

So stellt sich der ADFC Dresden die künftige Gestaltung des Terrassenufers in den Sommerferien vor.

So stellt sich der ADFC Dresden die künftige Gestaltung des Terrassenufers in den Sommerferien vor.

Dresden.Die gemeinsame Fraktion von FDP und Freien Bürgern (FB) im Dresdner Stadtrat hat sich gegen die Idee für ein autofreies Terrassenufer in den Sommerferien ausgesprochen. Die Vertreter des Bündnisses bezeichneten die vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) ins Spiel gebrachten Überlegungen für die zeitweise Umgestaltung des Bereichs in eine Flaniermeile während der Sommerwochen als Schnapsidee. „Die Forderungen der grünen Radlobbyisten werden immer weltfremder, naiver und dreister und ignorieren die verkehrlichen Realitäten in der Stadt“, erklärt Holger Zastrow, Chef der FDP/FB- Fraktion.

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Der ADFC hatte am Dienstag erstmals Pläne für eine Art Promenade für Fußgänger und Radfahrer vorgestellt. Aus Sicht des Vereins werde das Potenzial des Terrassenufers im Bereich Freizeit und Tourismus nicht abgerufen. Der Fahrradclub stützt sich außerdem auf eine selbst initiierte, nicht repräsentative Umfrage, wo­nach die übergroße Mehrheit der Befragten sich gegen die aktuelle Situation und für eine zeitweise Sperrung und Umgestaltung des Terrassenufers in eine Flaniermeile ausgesprochen hat.

Die Liberalen und Freien Bürger halten dagegen. „Der gesamten Innenstadt würde der Verkehrsinfarkt drohen. Wo bitte sollen denn die aktuell rund 21 000 Fahrzeuge täglich hin?“, fragt Holger Zastrow. Der Vorschlag des ADFC, dass Autos auf die Wilsdruffer Straße ausweichen, sieht er kritisch. „Man stelle sich nur einmal vor, die würden alle über die Wilsdruffer Straße oder den schon heute überlasteten Külz-Ring fahren.“

Der ADFC hatte angekündigt, nun zu­nächst im Stadtrat um Unterstützung für die Idee werben zu wollen. Die Fraktion von FDP und FB werde den Vorstoß auf keinen Fall mitragen. „Leider ist aufgrund der derzeitigen rot-rot-grünen Stadtratsmehrheit mit ihrer Straßenrückbaupolitik aber zu befürchten, dass dieser Unsinn auf Teufel komm raus vom grünen Baubürgermeister um­gesetzt wird“, sagt Holger Zastrow.

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Fragwürdig empfindet der Fraktionschef zudem die Idee, den Radweg in der angedachten Flaniermeile erhalten zu wollen – und verweist auf den Bereich des Johannstädter Fährgartens. „Dort ist der Rettungswagen Dauergast aufgrund von Unfällen zwischen Fahrradfahrern und Fußgängern. Wenn schon Fußgängerzone und Flaniermeile, dann aber bitte auch ab­­steigen, liebe Radfahrer“, lautet der Appell von Holger Zastrow.

Von Sebastian Kositz

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