Landgericht Dresden

Ex-Freundin vergewaltigt: Siebeneinhalb Jahre Haft

Wegen besonders schwerer Vergewaltigung wurde Mike T. zu siebeneinhalb Jahren verurteilt.

Wegen besonders schwerer Vergewaltigung wurde Mike T. zu siebeneinhalb Jahren verurteilt.

Dresden. Wegen besonders schwerer Vergewaltigung und gefährlicher Körperverletzung ist Mike T. vom Dresdner Landgericht zu einer Freiheitsstrafe von siebeneinhalb Jahren verurteilt worden. Der 50-Jährige hatte am 2. März dieses Jahres seine ehemalige Lebensgefährtin in deren Wohnung brutal vergewaltigt.

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Der Angeklagte hatte, mit der Begründung, er möchte etwas von seinen Sachen abholen, an der Tür geklingelt der Frau, nachdem sie ihn eingelassen hatte, Reizgas ins Gesicht gesprüht und sie zum Oralverkehr gezwungen. Danach schlug und würgte er sie, bedrohte sie erneut mit dem Reizgas und einem Messer und zwang sie noch einmal zum Geschlechtsverkehr.

Bereits im Mai 2017, das Paar lebte da zwar schon getrennt, aber noch zusammen in einer Wohnung, war es zu einem ähnlichen Vorfall gekommen. Auch da hatte Mike T. die Frau mit einem Messer bedroht und zum Sex gezwungen. Zudem soll er „eindeutige“ Nacktfotos von ihr mit seinem Handy per WhatsApp an eine Freundin von ihm geschickt haben.

Der Angeklagte leugnete die Tat und bezichtigte die Frau immer wieder der Lüge . „Das ist alles erfunden. Die will mich mit aller Macht aus dem Weg räumen“, hatte Mike T. während der Verhandlung erklärt. Es sei zwar zum Geschlechtsverkehr gekommen, aber der sei einvernehmlich gewesen, zudem habe er nie ein Pfefferspray besessen. Allerdings wurde Pfefferspray an seiner Kleidung gefunden. Die Beweislage war generell ziemlich eindeutig.

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Ein Geständnis, so der Vorsitzende Richter, hätte die Kammer zu Gunsten des Angeklagten gewertet. Die Strafe wäre dann deutlich niedriger ausgefallen. Dass Mike T. seine Ex als Lügnerin hinstellte, wurde zu seinen Ungunsten gewertet, ebenso sein Vorstrafenregister.

Die Kammer ging mit ihren siebeneinhalb Jahren über die Forderung der Staatsanwaltschaft hinaus, die auf sechs Jahre und neun Monate plädiert hatte.

Von Monika Löffler

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