Verein „Aufwind“

Emotionen tanzen: Verein fördert Kinder aus sozialschwachen Familien

Schülerinnen der Makarenko-Schule haben zusammen eine eigene Tanz-Choreografie entwickelt. Dabei lernen sie, gemeinsam an einer Sache zu arbeiten, und stärken ihr Selbstvertrauen.

Schülerinnen der Makarenko-Schule haben zusammen eine eigene Tanz-Choreografie entwickelt. Dabei lernen sie, gemeinsam an einer Sache zu arbeiten, und stärken ihr Selbstvertrauen.

Dresden. Trauer, Angst, Hass, Freude, Liebe – Emotionen, die besonders Jugendliche im Alltag oft wechselnd empfinden. Über Tanzprojekte, die der Dresdner Verein Aufwind fördert, sollen unter anderem Schüler der Makarenkoschule Selbstvertrauen entwickeln und Fähigkeiten wie Disziplin, Regeleinhaltung und Ausdauer lernen. „Aufwind Kinder- und Jugendfonds Dresden“ ist ein Verein, in dem Ehrenamtliche mit Spendengeldern benachteiligten Dresdner Kindern helfen. Zum Beispiel durch Ferienfahrten, Nachhilfe oder Gruppenangebote wie das Tanzprojekt „Emotionen“.

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Schüler entwickeln Choreographien

In wöchentlichen Proben haben 14 Schüler mit Lehrern der Tanzschule Pegasus ein Tanztheater entwickelt. Über ein halbes Schuljahr haben sich die zehn bis 14 Jahre alten Schüler mit ihrer eigenen Wahrnehmung von verschiedenen Emotionen auseinandergesetzt und dabei fünf unterschiedliche Choreographien inszeniert. „Dabei geht es nicht um das mechanische Einüben von variierten Einzelelementen“, sagt die Aufwind-Vorstandsvorsitzende Petra Lauber. Sondern durch die eigenständige Entwicklung des Tanztheaters lernen sie ihre Vorstellungskraft zu verbessern und zusammen in einer Gruppe an einer Sache zu arbeiten. An der Makarenkoschule im Dresdner Norden lernen viele Kinder aus Pieschen, Mickten und Trachau, die in schwierigen sozialen und wirtschaftlichen Verhältnissen aufwachsen.

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„Mehr als 50 Prozent der Schüler unserer Schule sind in Maßnahmen des Jugendamts“, sagt die Direktion der Makarenkoschule. Im Vergleich zum Durchschnitt der Dresdner Schulen sei der Anteil der Kinder, die mit nur einem Elternanteil aufwachsen besonders hoch. „Ebenso ist die Zahl der Kinder mit mehreren Förderschwerpunkten in den letzten Jahren gravierend gestiegen“, teilt die Makarenko-Direktion mit.

Verein kommt an seine Grenzen

Den erhöhten Förderbedarf bemerkt nicht nur die Makarenkoschule. Auch der Verein Aufwind kommt an seine Grenzen. Allein im ersten Halbjahr 2018 gingen 142 Förderanträge ein. Zum Vergleich: Über das gesamte vergangene Jahr 2017 gingen rund 170 Einträge ein (DNN berichteten). Im ersten Halbjahr finanzierte Aufwind bereits zehn Projekte, wie beispielsweise das Tanztheater sowie 107 Einzelmaßnahmen. „Besonders die Nachfrage für Nachhilfe und Lernförderung steigt“, sagt Lauber.

Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt mit Bildungsmöglichkeiten für Kinder aus sozialschwachen Familien, deren Chancen für ein Leben außerhalb von Armut zu verbessern. So fördert der Verein „Aufwind“ beispielsweise auch Schulsachen, Ferienfahrten, Unterricht in Musik oder Teilhabe an Sportangeboten.

von Tomke Giedigkeit

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