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Onkologie

Dresdner Forscher machen die Abfallflüsse von Krebsgeschwüren sichtbar

Mit der neuen Methode sollen verschiedene Krebsarten besser behandelt werden können (Symbolbild).

Mit der neuen Methode sollen verschiedene Krebsarten besser behandelt werden können (Symbolbild).

Dresden/Leipzig.Um Hirnkrebs und andere Tumore besser analysieren und behandeln zu können, haben Forscher aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) radiochemische Markierungen („Radiotracer“) entwickelt, die die Entsorgungsflüsse von solchen Geschwüren leichter sichtbar machen. Das geht aus einer Mitteilung des HZDR-Instituts für Radiopharmazeutische Krebsforschung hervor.

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Denn wo Krebs wuchert, setzen sich bald eigene Stoffwechsel-Transportströme in Bewegung. Der Tumor agiert dabei wie eine Fabrik, die mit einer eigenen Lkw-Flotte Rohstoffe herankarrt und Abfälle wegschafft. So entsorgen beispielsweise „Monocarboxylat“ genannte Transportproteine das Stoffwechsel-Zwischenprodukt „Laktat“ aus den Krebszellen, die andernfalls übersäuern und absterben würden.

Schnell große Mengen des Tracers produzieren

„Dieser Zusammenhang wurde bei einer Vielzahl von Tumortypen beobachtet“, berichtet Prof. Peter Brust. „Deshalb gelten sogenannte Monocarboxylat-Transporter hinsichtlich der Behandlung eines breiten Spektrums verschiedener Krebsarten als Schlüsselproteine, deren Manipulation zum Therapieerfolg führen kann“, erläutert der Abteilungsleiter für Neuroradiopharmaka an der HZDR-Forschungsstelle Leipzig. Die HZDR-Forscher haben deshalb einen auf diese Monocarboxylate geeichten Radiotracer synthetisiert, der mit dem strahlenden Fluor-Isotop 18F verbunden ist. Auch haben sie eine Methode entwickelt, um schnell große Mengen dieser „Radiotracer“ zu produzieren.

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Diese kleinen Sender heften sich an die Transport-„Laster“ des Tumors wie eine elektronische Wanze an. Dabei ist es immer wichtig, die Balance zwischen einer zuverlässigen Diagnostik und einer geringen Strahlenbelastung für den Patienten zu finden. In „Positronen-Emissions-Tomographen“ (PET) können die Peilsender dann sichtbar gemacht werden. Mediziner können damit sehen, wo sich Gewebe krankhaft verändert und dann eine geeignete Therapie dagegen heraussuchen.

Von hw

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