80. Jahrestag

Dresdner Delegation zum Gedenken an die Deportationen in Riga

Auch im Jahr 2017 besuchte das deutsche Riga-Komitee die Gedenkstätten, um die Erinnerung an die Ermordung zehntausender Juden wachzuhalten.

Auch im Jahr 2017 besuchte das deutsche Riga-Komitee die Gedenkstätten, um die Erinnerung an die Ermordung zehntausender Juden wachzuhalten.

Dresden. Am Sonntag ist eine Delegation der Stadt Dresden zu einer gemeinsamen Gedenk- und Erinnerungsreise nach Riga aufgebrochen. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, reisten in Vertretung des Oberbürgermeisters Dirk Hilbert (FDP) die Zweite Bürgermeisterin und Beigeordnete für Kultur und Tourismus, Annekatrin Klepsch (Linke) sowie der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Dresden in die lettische Hauptstadt, um gemeinsam mit den Delegierten aus mehr als 30 Städten des Riga-Komitees an die zahlreichen Opfer des Holocaust in Lettland vor über achtzig Jahren zu gedenken.

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Um 12 Uhr Ortszeit lud am Montag die Jüdische Gemeinde zur offiziellen Gedenkveranstaltung an die Ruine der Großen Choral-Synagoge. Danach führte der Direktor des Museums der Juden die Teilnehmer der Veranstaltung über das Gelände „Jungfernhof“ mit den Überresten des ersten Konzentrationslagers in Lettland.

Am Dienstag wollen dann das Riga-Komitee und der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge auf der Gräber- und Gedenkstätte Biķernieki an die Verschleppung und die Massenmorde erinnern. Anschließend sei die Eröffnung einer neuen Dauerausstellung zu dem weniger bekannten Teil des Holocaust in der Zeit der deutschen Besatzung des Baltikums und dem Krieg im Osten geplant, heißt es aus dem Rathaus. Im Laufe des Tages wird sich die Dresdner Delegation auch mit Zeitzeugen und der jüdischen Gemeinschaft in Riga treffen.

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Das Riga-Komitee, am 23. Mai 2000 von Repräsentanten von 13 deutschen Großstädten und dem Präsident des Volksbundes in Anwesenheit von Vertretern aus Riga und Wien in Berlin gegründet, erinnert seitdem an die vielen Jüdinnen und Juden, die 1941/42 nach Riga deportiert und in der Stadt sowie den angrenzenden Wäldern Biķernieki und Rumbula, in den Lagern Jungfernhof und Salas­pils ermordet wurden. Ab Januar 1942 gingen auch vom Alten Leipziger Bahnhof in Dresden Menschentransporte in die Vernichtungslager in Osteuropa.

Von cs

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