Corona-Krise

Dresdens Oberbürgermeister untersagt alle Silvesterfeuerwerke

Diese Bilder wird es in diesem Jahr nicht geben.

Diese Bilder wird es in diesem Jahr nicht geben.

Dresden. Das kam einigermaßen überraschend: Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) hat am Donnerstagnachmittag vor dem Stadtrat ein Verbot von Feuerwerken zu Silvester in Dresden angekündigt – und das eher beiläufig.

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Grüne fordern Böllerverbot per Eilantrag

Hilbert erklärte, ein Eilantrag von acht Stadträten der Grünen müsse nicht debattiert werden. Die Gruppe hatte gefordert, mit Blick auf die überlasteten Kliniken private Feuerwerke zu Silvester zu verbieten und bis April einzuschränken. Den Krankenhäusern könnte es nicht zugemutet werden, mitten in der Corona-Krise auch noch von Feuerwerkskörpern Verletzte zu versorgen.

Allgemeinverfügung in eigener Zuständigkeit

„Ich habe für Silvester eine Allgemeinverfügung in Auftrag gegeben, die ich im Rahmen meiner Zuständigkeit erlassen werde“, kündigte Hilbert das Böllerverbot zum Jahreswechsel an. Wie dann im neuen Jahr mit den Feuerwerken verfahren werden soll, sei aber kein eilbedürftiges Thema für die aktuelle Stadtratssitzung, wies der OB den zweiten Teil des Antrags zurück. Das könne in den Ausschüssen des Stadtrats beraten werden.

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Bundesweit ist mit dem harten Lockdown bereits der Verkauf von Feuerwerksartikeln untersagt worden. Das Abbrennen von Feuerwerkskörpern zu Silvester war jedoch nicht zugleich flächendeckend mit verboten worden. Wer also noch Raketen und Böller im Keller lagert, hätte diese zu Silvester zünden können. Es wurden auch schon Dresdner beobachtet, die sich in Polen und Tschechien mit Pyrotechnik eindecken. Doch mit der jetzt von Hilbert angekündigten Allgemeinverfügung dürfte es teuer werden, das explosive Material zum Einsatz zu bringen.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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