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Abstimmung läuft bis 22. Mai

Dresden sucht das Superprojekt

Das Pumpspeicherwerk Niederwartha soll wiederbelebt werden, heißt es in einem Projekt.

Das Pumpspeicherwerk Niederwartha soll wiederbelebt werden, heißt es in einem Projekt.

Dresden.Äpfel ernten auf dem Albertplatz? Lebensmittel aus Naturgartendörfern? Oder vielleicht doch ein stadtweites Trimm-dich-Programm? Am 2. Juni steht fest, welches von 14 Projekten den meisten Rückhalt in der Bürgerschaft hat. Das Besondere an den Projekten: Sie alle wurden von Bürgern und Bürgerinitiativen für die Bürgerschaft entwickelt. Und die Bürgerschaft kann entscheiden, welches Projekt die größte Relevanz für sie hat: Von Montag bis zum 22. Mai ist die Abstimmung im Internet möglich.

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Am 2. Juni wird das Gewinner-Projekt auf der Zukunftskonferenz 2018 vorgestellt. Die Initiatoren erhalten nicht nur eine Urkunde nebst feuchtem oder trockenem Händedruck, sondern die finanziellen Mittel für die Umsetzung des Projektes. So utopisch es auch klingen mag, die Wasserkraft der Elbe zur Stromerzeugung zu nutzen oder Obstplantagen und Kräuterbeete auf öffentlichen Plätzen einzurichten – wenn die Ideen bei den Dresdnern ankommen, besteht eine Chance auf Realisierung.

Bei der Zukunftskonferenz im vergangenen Jahr waren zwar sogar 24 Projekte von den Bürgern entwickelt worden, wie Norbert Rost, Projektleiter Zukunftsstadt der Stadtverwaltung, mitteilte. Aber zur Abstimmung haben sich nur 14 gestellt, weil sich auf der Internetplattform alle Teilnehmer ausführlich mit Video vorstellen sollen. Einen Drehtermin haben besagte 14 Bürger und Initiativen kurzfristig einrichten können. Was für die anderen zehn Projekte nicht heißt, dass sie durchs Sieb fallen: Neben der Bürgerschaft bewertet auch eine Fachjury alle 24 Projekte. Denn mit diesen will die Stadt unter 22 Mitbewerberinnen einen von acht Plätzen für Phase III des Bundeswettbewerbs Zukunftsstadt ergattern.

Internetvoting unter: www.dresden.de/Zukunftsstadt

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Die 14 Projekte:

1.
"Zukunftsstadt für einen Tag": städtische und private Kultur-, Wirtschafts- oder Versorgungsunternehmen planen einen Nachhaltigkeitstag

2. "Lebensraum Schule gemeinsam gestalten": Schulen gestalten ihr Gelände als lebendigen Lernraum, Spielraum, Bewegungsraum, Erlebnisraum

3. "Open Future Lab": ein Zukunftslabor als innerstädtischer Begegnungsort, der es ermöglicht, branchenübergreifend an den Themen und Techniken einer Stadt von morgen zu arbeiten

4. "City-Concierge": eine Schnittstelle zwischen Verwaltung und Bürgerschaft, die an leicht zugänglichen Orten Beteiligungshürden abbaut

5. "Dresdner Stadtteilfonds": in Gruna, Johannstadt und Pieschen sollen modellhaft Stadtteilfonds zur Kleinprojektförderung aufgebaut und erprobt werden

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6. "Wasserkraft in Dresden": die Wasserkraft der Elbe und Weißeritz soll zur Stromgewinnung genutzt werden, das Pumpspeicherwerk Niederwartha soll wiederbelebt und in Oberwartha ein Windpark errichtet werden

7. "Jugend unternimmt": Schüler werden in Arbeitsgemeinschaften zur aktiven Teilhabe einer an den Nachhaltigkeitszielen der Stadt ausgerichteten Gestaltung ihres direkten und erweiterten Umfelds befähigt und motiviert

8. "Selbstversorgersiedlung": mehrere Gartendörfer im direkten Umfeld von Dresden, in denen biologisch angebaute Lebensmittel für die Großstädter erzeugt werden

9. "Dresden macht sich stark": ein umfassendes Projekt rund um gesundes Leben in der Stadt mit täglicher Bewegung zur Gesundheitsvorsorge

10. "Agora Hanf": ein Reallabor für die Entwicklung einer nachhaltigen, wirtschaftlich tragfähigen Kreislaufwirtschaft auf der Basis des Naturrohstoffs Hanf

11. "Modellflächen für bürgerschaftlich gepflegtes essbares öffentliches Stadtgrün": auf öffentlichen Flächen werden essbare Kultur- und Wildpflanzen gepflanzt, die von den Bürgern gepflegt und geerntet werden

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12. "Grüner Radweg – interaktiver Pfad der Innovationen": Fernziel ist der Bau eines Radweges im Dresdner Osten, der als Alternative zur Radwegführung über Hauptverkehrsstraßen entlang städtischer Grünflächen verläuft

13. "Zur Tonne – Containerrestaurant": ein Restaurant auf rollenden Beinen, das gemeinsam mit der Treberhilfe auf die Plätze dieser Stadt fährt und neue und alte Bürger, wohnungslose Menschen, Jung und Alt zum Speisen einlädt

14. "Nextperience": ein Infopavillon, der der Vorstellung der Projektentwicklung und konkreter Planungsstände des neuen Verwaltungszentrums am Ferdinandplatz und des Ausbaus der Robotron-Kantine dient

Von Thomas Baumann-Hartwig

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