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Alle Jahre wieder am Elbufer

Dresden im Kaiser-Fieber

Roland Kaiser Fans 2019: Die Geschwister Sophia und Marcus Zech freuen sich auf das Konzert am Dresdner Elbufer.

Roland Kaiser Fans 2019: Die Geschwister Sophia und Marcus Zech freuen sich auf das Konzert am Dresdner Elbufer.

Dresden.Seit den frühen Morgenstunden werden die Elbwiesen von Menschen in bunten, zum Teil selbstbedruckten, Roland Kaiser T-Shirts belagert. Auf Campingstühlen oder mitgebrachten Decken warten sie auf den Beginn der diesjährigen Kaisermania.

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Um 18 Uhr öffnen sich die Tore zum Konzertareal – und das bereits zum 16. Mal. Doch auch schon vorher herrscht an den Eingängen feuchtfröhliche Stimmung: Aus jeder Ecke dröhnen Lieder wie „Warum hast du nicht nein gesagt“, „Joana“ oder „Extreme“, die die Wartenden lautstark mitsingen. Mit einigen haben wir uns unterhalten und ihre ganz persönlichen Kaiser- Geschichten erfahren.

Besonders die Atmosphäre fasziniert

Marion Pflughaupt, aus Seelze: „Ich war 2013 das erste Mal auf der Kaisermania. Besonders die Atmosphäre fasziniert mich immer wieder aufs Neue. Es ist irgendwie einzigartig, vielleicht auch, weil es für den Kaiser fast wie ein Heimspiel ist. Er hat ja einen ganz besonderen Bezug zu Dresden.“

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Seit zehn Uhr früh wartet sie auf den Beginn des Konzertes. Das erste Mal live erlebt habe sie Roland Kaiser 1984 in Köln. „Gestern Abend hab ich ihn an der Frauenkirche gesehen“, berichtet sie begeistert, „aber nicht mit ihm gesprochen, er war zu weit weg.“

Einen Lieblingssongs habe sie nicht, „es gibt einfach zu viele“ sagt sie. „Allerdings finde ich es toll, dass er vor kurzem angefangen hat ’Flieg mit mir zu den Sternen’ zu performen.“

Michaela (49) und Franziska (23) Wecker, sind aus Berlin angereist und zum dritten Mal dabei. Michaela erzählt: „Seit ich 13 bin, höre ich die Musik von Roland Kaiser. Das ist schon ’ne verdammt lange Zeit. Dieses Jahr haben wir ihn bereits vier Mal live gesehen: in Kamenz, Chemnitz, Neubrandenburg und natürlich Berlin. Ich glaube durch die Hitparaden 1982 oder 1983 hab ich mich mit seiner Musik infiziert“, lacht sie.

Die Mutter weckte die Liebe zu Roland Kaisers Songs

Franziska ergänzt: „Über meine Mutter habe ich die Liebe zum Kaiser entdeckt. Bereits als kleines Kind habe ich seine Lieder rauf und runter gehört.“

Maureen (37) und Vincent (45) Wehrenpfennig aus Magdeburg sind die letzen sieben Jahre kontinuierlich dabeigewesen. „Und natürlich auch in diesem Jahr!“ rufen sie im Chor.

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Vincent erinnert sich: „Meine Oma hat mir Roland Kaiser gezeigt und mit der Zeit habe ich seine Musik einfach gefeiert“ erzählt er grinsend. „Vor sieben Jahren habe ich ihn dann das erste Mal live gesehen und zwar genau hier: Zusammen mit meiner Frau war das ein unfassbar schönes Erlebnis. Seitdem sind wir jedes Jahr hier.“

Maureen pflichtet ihm bei: „Ja, mein Mann hat eigentlich alles gesagt. Ah eins noch vielleicht: Unser Lieblingssong ist auf jeden Fall ’Extreme’.“

Gemeinsames Erlebnis, das schon am Morgen beginnt

Conny Iffländer aus Chemnitz und Doreen Wuttig aus Dresden warten seit sieben Uhr früh auf den Beginn des Konzertes. Irgendwie sei es fast schon eine Art Ritual. „Man trifft sich morgens, geht zusammen frühstücken und findet sich dann auf den Elbwiesen zusammen. Die Warterei gehört halt dazu, schlimm finde ich das gar nicht. Eigentlich steigert es nur die Vorfreude“, sagt Conny.

Seit einer Ewigkeit seien die Beiden Roland Kaiser Fans. „Aktiv auf Konzerte von ihm gehe ich aber erst seit 2014. Keine Ahnung warum, vorher hat es sich halt nie angeboten. Dafür hole ich jetzt alles nach! Dieses Jahr waren wir bereits in Erfurt, zweimal in Kamenz und in Chemnitz“, sagt sie begeistert. „Ah und sogar nach Österreich hat es uns verschlagen!“

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Doreen sagt stolz: „Wir sind auf jeden Fall an allen vier Abenden der Kaisermania in Dresden.“ Auf die Frage nach einem Mengenrabatt schütteln beide den Kopf. „Leider gibt es sowas nicht.“

Das erste Mal gesehen habe sie Roland Kaiser auf der Kaisermania 2003. „Einer meiner Lieblingslieder ist auf jeden Fall ’Flieg mit mir zu den Sternen’. Ach und ’Im 5. Element’ finde ich auch toll!“.

Die Liebe zum Schlager verbindet

Die Geschwister Sophia und Marcus Zech, gebürtige Brandenburger, gehören ebenfalls zur Fangemeinde des Schlagersängers. Sophia, die seit 2015 in Dresden wohnt, ist das zweite Mal bei der Kaisermania dabei. „Mein Bruder hat mich mit der Musik angesteckt. Einer meiner Lieblingssong ist ’Extreme’, kann aber gar nicht genau sagen warum“, erzählt sie.

Marcus, der aktives Mitglied in einem Roland Kaiser Fanclub ist, wohnt seit 2013 in Leipzig: „Das ist jetzt mein neuntes Mal auf der Kaisermania, wenn ich Karten bekommen sollte, bin ich nächstes Jahr auf jeden Fall wieder dabei.“

Was den Reiz dieses Open-Air-Konzertes ausmache? „Das Zusammengehörigkeitsgefühl, die Liebe zum Schlager verbindet Menschen mit unterschiedlichen politischen Ansichten und Meinungen. Irgendwie kommen alle miteinander aus. Aber natürlich auch der Austragungsort. Der Blick auf die Altstadt macht das alles zu etwas ganz Besonderem.“

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Von Felix Franke

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