Energiepolitik

Dresden erteilt Investition in Pumpspeicherwerk Absage

Für das Pumpspeicherwerk sieht die Zukunft düster aus.

Für das Pumpspeicherwerk sieht die Zukunft düster aus.

Dresden. Die Landeshauptstadt Dresden hat kein Interesse, den Betrieb des Pumpspeicherwerks Niederwartha zu übernehmen. Das erklärte jetzt Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (Bündnis 90/Die Grünen). Für eine umfassende und langfristige Wiederinbetriebnahme des Werkes seien erhebliche Investitionen erforderlich, die unter den gegenwärtigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen kaum zu rechtfertigen wären.

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Das Geschäftsmodell von Pumpspeicherwerken werde durch die Solarenergie zerstört: Mittagsstrom sei wegen des großen Angebots an Solarstrom kaum noch teurer als Energie in den restlichen Stunden des Tages. Strom werde auch nachts kaum noch billiger angeboten, so dass die Betriebsweise eines Pumpspeicherwerkes unrentabel werde. Selbst wenn an 100 bis 150 Tagen nicht die Sonne scheine und ein Pumpspeicherwerk Geld verdiene, sei eine Neuinvestition schwer zu rechtfertigen, so die Umweltbürgermeisterin.

Langfristigere Speicher nötig

Für die Energiewende würden in zunehmendem Maße Speicher benötigt, die überschüssige Energiemengen über mehrere Tage und Wochen abpuffern könnten. Für diese längerfristigen Sprecherperioden sei ein Pumpspeicherwerk ungeeignet. Die Dresdner Stadtwerke Drewag würden aber intensiv daran arbeiten, geeignete Speichermöglichkeiten zu generieren, unter anderem im Batteriespeicher in Reick und dem geplanten Wärmespeicher auf dem Heller, so Jähnigen.

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Das Pumpspeicherwerk in Niederwartha gehört dem schwedischen Konzern Vattenfall. Es war 1930 vollständig ans Netz gegangen und wurde von Vattenfall 2016 stillgelegt. Allerdings wird das Werk für den sogenannten Schwarzstartfall vorgehalten: Sollte es einmal zu einem flächendeckenden Stromausfall in Deutschland kommen, kann der in Niederwartha produzierte Strom dazu genutzt werden, das Stromnetz in Dresden wieder hochzufahren.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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