Dresden-Gorbitz

Dreijährige in Dresden ermordet – Vater unter Tatverdacht

In der Gorbitzer Wohnung des 35-Jährigen fanden Polizisten die Leiche des dreijährigen Mädchens.

In der Gorbitzer Wohnung des 35-Jährigen fanden Polizisten die Leiche des dreijährigen Mädchens.

Dresden. Erneut wurde in Dresden die Leiche eines Kindes gefunden. Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln wegen Mordes gegen den 35-jährigen Vater des dreijährigen Mädchens. Er wurde inzwischen festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft.

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Die Mutter des Mädchens, eine Dresdnerin, hatte am Sonntagabend die Polizei verständigt, nachdem der 35-Jährige die gemeinsame Tochter nach dem Wochenendbesuch nicht wie vereinbart zurückbrachte. Bei der Überprüfung der Wohnung des Mannes in Gorbitz machten die Polizisten dann die schreckliche Entdeckung: Sie fanden das leblose Mädchen. Nach einer ersten Einschätzung gingen sie von einem Tötungsdelikt aus.

Der Vater befand sich nicht in der Wohnung und geriet in Tatverdacht. Polizisten fanden ihn in der Nacht zu Montag bei Nossen, wo er in seinem Auto schlief. Zu den genauen Umständen konnte sich Lorenz Haase, Sprecher der Staatsanwaltschaft Dresden, am Dienstag nicht äußern.

In der Gorbitzer Wohnung des 35-Jährigen fanden Polizisten die Leiche des dreijährigen Mädchens

In der Gorbitzer Wohnung des 35-Jährigen fanden Polizisten die Leiche des dreijährigen Mädchens..

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Die am Montag durchgeführte Obduktion der Kinderleiche erbrachte dann traurige Gewissheit: Die Dreijährige war eines gewaltsamen Todes gestorben. Staatsanwaltschaft und Polizei halten bisher allein den Vater für dringend tatverdächtig, er war auch der alleinige Mieter der Wohnung im Dresdner Plattenbauviertel.

An dem Fall ist sonst noch vieles unklar. So dauerten insbesondere die Ermittlungen zum Tatmotiv noch an, wie Staatsanwaltschaft und Polizei in einer gemeinsamen Erklärung mitteilten. Zwar habe der Tatverdächtige bei seiner Festnahme gegenüber Polizisten einige Angaben zur Tat gemacht, sagte Oberstaatsanwalt Haase auf DNN-Anfrage. Gegenüber dem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts, dem er am Montag vorgeführt wurde, schwieg er jedoch. Was er bisher gesagt habe, könne „man noch nicht als Geständnis werten“, sagte Haase.

Anwohner der Birkenstraße, wo sich die Wohnung des 35-Jährigen befand, reagieren geschockt auf die Nachricht von der Bluttat. Sie beschreiben den Kindsvater als netten und ruhigen Typen. Der Mann soll aber noch nicht so lange in Gorbitz gewohnt haben. Spezialisten der Polizei haben die Wohnung auch am Dienstag noch auf Spuren untersucht und diverse Beweismittel sichergestellt.

Bereits in der Silvesternacht war ein drei Wochen alter Junge in Dresden-Bühlau zu Tode gekommen. In diesem Fall ermittelt die Polizei gegen die 23-jährige Mutter wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Sie sitzt ebenfalls in Untersuchungshaft. Warum im Fall des dreijährigen Mädchens wegen Mordes ermittelt wird, begründet Staatsanwaltschaftssprecher Haase so: Es sei vom Mordmerkmal der Heimtücke auszugehen, weil das Opfer mit der Tat nicht habe rechnen können.

Von uh

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