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Sächsische Dampfschifffahrt

Die Weiße Flotte ist gerettet

Auch in diesem Jahr hat die Sächsische Dampfschiffahrt seit Wochen mit Niedrigwasser zu kämpfen. Dennoch fahren die historischen Schaufelraddampfer.

Auch in diesem Jahr hat die Sächsische Dampfschiffahrt seit Wochen mit Niedrigwasser zu kämpfen. Dennoch fahren die historischen Schaufelraddampfer.

Dresden.Die Weiße Flotte hat eine Zukunft. Diese frohe Kunde machte am Freitagnachmittag die Runde. Kurz zuvor haben die mehr als 500 Anteilseigner an der Sächsischen Dampfschiffahrt mit einer klaren Mehrheit von 95 Prozent den Sanierungsplänen von Flottenchefin Karin Hildebrand zugestimmt. Das ist die Voraussetzung, dass nun auch Geld vom Freistaat in das Dresdner Traditionsunternehmen fließen kann.

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"Der Freistaat wird den weiteren Weg nach Kräften unterstützen, um die Dampfschifffahrt auf der Elbe nachhaltig und langfristig zu sichern", versprach Sachsens Finanzminister Matthias Haß (CDU) nach der Entscheidung. Er freue sich über das im zweiten Versuch sehr eindeutige Votum. Vor drei Wochen noch hatte Hildebrand eine knappe Abstimmungsniederlage kassiert.

Vor dem erneuten Treffen der Anteilseigner am Freitag hatte sie mit einem eindringlichen Appell auf den Ernst der Lage aufmerksam gemacht. Die Weiße Flotte hat vor allem mit Niedrigwasser zu kämpfen. "Äußere Faktoren" nennt das Hildebrand, obwohl es dabei um sehr Grundsätzliches für die Dampfschiffahrt geht. Deren neun historische Schaufelraddampfer und die zwei Salonschiffe können bis zum einem Dresdner Elbpegel von 70 Zentimetern ohne Einschränkungen fahren. Dass der Wasserstand jedoch auch in diesem Jahr monatelang darunter liegt, hat Einschränkungen zur Folge: Auf die Schiffe können weniger Passagiere, und nicht alle Anleger können angesteuert werden. 2018 zog sich die Niedrigwasserperiode über fünf Monate durch die Hauptsaison. Hieß: 30 Prozent weniger Passagiere, 800 000 Euro Minus in den Büchern.

Wenn die Dampfschiffahrt aber fahren kann, seien die Fahrgastzahlen „sehr zufriedenstellend“, sagt Karin Hildebrand. Ein Argument, das ihre Anteilseigener überzeugt hat. „Die Gesellschafter haben die richtige Entscheidung im Sinne der Sächsischen Dampfschiffahrt getroffen“, erklärt sie und atmet auf.

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Die Kommanditisten verzichten nun auf Gewinnausschüttungen und weitere Zahlungen. Das Geld bleibt im Unternehmen, bis zwei Millionen Euro zusammen sind. Der Freistaat will über die Sächsische Aufbaubank ebenso viel Geld in die Weiße Flotte stecken, wie es heißt. Die Zahlung ist bestätigt, zur Höhe hält sich das Finanzministerium weiter bedeckt. Mit dem Geld soll der weitere Flottenumbau finanziert werden. „Wir steuern auf sichereres Fahrwasser zu“, zeigt sich Karin Hildebrand optimistisch.

Von Uwe Hofmann

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