Dresdner helfen Dresdnern

Die Kinderklinik braucht ein mobiles Ultraschall-Gerät

Dr. Heike Taut untersucht in der Uniklinik den vierjährigen Karl Gustav (4) mit einem Ultraschall-Scanner. Falk Klostermeier hält seinem Sohn die Hand.

Dr. Heike Taut untersucht in der Uniklinik den vierjährigen Karl Gustav (4) mit einem Ultraschall-Scanner. Falk Klostermeier hält seinem Sohn die Hand.

Dresden. Tag und Nacht kommen Eltern mit ihren kranken Kindern in die Notfallaufnahme der Kinderklinik am Dresdner Uniklinikum. „Bei starken Bauchschmerzen müssen wir beispielsweise sehr schnell herausfinden, ob es sich um eine einfachen Magen-Darm-Infektion, eine Blinddarmentzündung oder etwas ganz anderes handelt“, berichtet die Sonographie-Oberärztin Heike Taut.

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Dabei hilft den Ärzten in der Kinderklinik vorrangig der Ultraschall. „Um Strahlenbelastung zu vermeiden, steht Ultraschall bei der Diagnostik von Kindern an erster Stelle“, sagt die stellvertretende Klinikdirektorin Angela Hübner.

Die festinstallierten Ultraschallgeräte in der Kinderklinik sind allerdings oft durch die Untersuchung stationärer Kinder belegt, Notfälle müssen dann oftmals warten. Um den kranken Kindern längere Wartezeiten und eine schnelle Diagnose zu ermöglichen, will der Verein Dresdner Kinderhilfe bei der Finanzierung eines mobilen Ultraschallgeräts helfen. „Denn dann könnten wir mit dem Gerät direkt zum Kind in der Notfallaufnahme kommen“, sagt Hübner.

„Hüftschnupfen“ oder ernsthafte Entzündung?

Rund 39 000 Euro kostet die Anschaffung, die nicht vollständig vom Uniklinikum übernommen werden kann. Nicht nur bei Kindern mit Bauchschmerzen käme das Gerät zum Einsatz. Auch bei Kindern, die plötzlich nicht mehr laufen können, müssen die Kinderärzte schnell entscheiden, ob es sich um einen eher harmlosen Hüftschnupfen handelt oder um eine ernsthafte, eitrige Gelenk- oder Knochenentzündung.

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„Bei Säuglingen können wir mit dem Ultraschall durch die noch vorhandene Öffnung in der Schädeldecke schauen“ erklärt Hübner. So können zum Beispiel Blutungen, Infektionen oder eine Fehlbildung im Gehirn erkannt werden. „Wir wollen den mobilen Ultraschall anschaffen, sobald das Geld da ist“, sagt Hübner. „Das wäre für uns ein sehr großer Fortschritt“.

Die Dresdner Kinderhilfe wurde 1997 von einer Gruppe Dresdner gegründet, um chronisch kranken Kindern und ihren Angehörigen zu helfen. Das größte Projekt der Stiftung ist das „Haus Teddybär“ mit Apartments in der Nähe des Uniklinikums, in denen Familien von schwer kranken Kindern, die in der Uniklinik behandelt werden, eine Unterkunft und Raum für Familienzeit finden. Außerdem konnten unter anderem ein Baby-Notarztwagen angeschafft und psychologische Angebote realisiert werden.

Von Tomke Giedigkeit

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