Ideen für die Praxis

Denkfabrik für die Schienenforschung

Bundesminister Andreas Scheuer (Mitte), Ministerpräsident Michael Kretschmer (r.) und Eisenbahn-Bundesamts-Präsident Gerald Hörster haben im Verkehrsmuseum Dresden feierlich das neue Zentrum gegründet.

Bundesminister Andreas Scheuer (Mitte), Ministerpräsident Michael Kretschmer (r.) und Eisenbahn-Bundesamts-Präsident Gerald Hörster haben im Verkehrsmuseum Dresden feierlich das neue Zentrum gegründet.

Dresden. In Dresden entsteht das Deutsche Zentrum für Schienenverkehrsforschung (DZSF). Die Mitarbeiter sollen Innovationen im Schienenverkehr erforschen. „Das System Schiene hat Zukunft“, sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) am Donnerstag zur Gründung der Behörde.

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Das „ungeheuere Zukunftspotenzial“ wolle man in der neuen Dresdner „Denkfabrik“ heben und nutzen. „Wir bündeln unsere Kompetenzen im Bereich Schiene“, betonte Scheuer. Er nannte als Beispiele Hochgeschwindigkeitszüge, die Elektrifizierung von Bahnstrecken und automatisiertes Fahren.

Zunächst beschäftigt das Zentrum 13 Mitarbeiter. In diesem Jahr sind rund fünf Millionen Euro für das Bundesforschungsprogramm Schiene eingeplant, das laut Bundesverkehrsministerium die Arbeitsgrundlage für das neue Zentrum bildet. Für 2020 sind rund 20 Millionen Euro eingeplant. Scheuer sieht in der Einrichtung auch Impulse für die Wirtschaft in der Region. Es gehe darum, Ideen in die Praxis zu überführen.

Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) verwies auf die Kompetenzen von Sachsen und Dresden in den Verkehrswissenschaften sowie in der Materialforschung. Mit der Ansiedlung seien neue Chancen, Beschäftigung und Kooperationsmöglichkeiten verbunden. „Die Ansiedlung der neuen nationalen Forschungseinrichtung passt ausgezeichnet zu uns.“

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Die Allianz „Pro Schiene“ mahnte derweil eine rasche Anwendung in der Praxis an: „Was nützt die beste Schienenforschung, wenn die Erkenntnisse nicht umgesetzt werden können und die Innovationen nicht in den Markt kommen?“, fragte Geschäftsführer Dirk Flege. Der Bund müsse sein 2017 avisiertes Millionenprogramm „Zukunft Schienengüterverkehr“ endlich umsetzen.

Von Christiane Raatz, dpa

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