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Hafencity Dresden

Citybeach wird kleiner aber bleibt

Ein Teil von Citybeach in der Hafencity wird derzeit beräumt.

Ein Teil von Citybeach in der Hafencity wird derzeit beräumt.

Dresden.Im Liegestuhl liegen, Bierchen trinken, die Zehen in den Sand graben, Volleyball spielen – all das wird nicht nur im kommenden Sommer, sondern auch in den nächsten Jahren bei „Citybeach“ in Dresden an der Elbe möglich sein. Das versichert Eigentümer Frank Weißbach. „Citybeach bleibt.“ Seit Dezember habe er auch langfristige Sicherheit für die Volleyballfelder. „Bisher gab es immer nur eine zeitlich begrenzte Baugenehmigung.“

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Allerdings wird Citybeach kleiner. Das Areal zwischen Elbe und Tiefgarage – eine Investruine aus den 1990er Jahren – wird derzeit beräumt. „Wir hatten 16 Volleyballfelder. Sechs sind weggefallen.“ Sie befanden sich auf der Fläche, die Hafencity-Projektentwickler USD bebauen bzw. gestalten will. „Dass das so kommt, wussten wir aber schon seit Jahren. Wir hatten genügend Zeit, uns darauf einzustellen.“

Wenn es nicht 2013 das Hochwasser gegeben hätte, wäre auf dem betreffenden Areal schon viel eher Schluss gewesen, erklärt Frank Weißbach und blickt in die Zukunft. „Wir haben vor, vorn im neuen Bereich ein Strandcafé zu eröffnen.

Aktuell finden entlang des Elberadweges zwischen Arzneimittelhersteller Menarini bis zum südlichen Ende des Clubs „Pier 15“ Bauarbeiten statt. Denn die Drewag verlegt dort bis Anfang Februar auf einer Länge von 185 Metern eine neue Fernwärmeleitung.

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Von Ende Februar bis Anfang August gehen die Arbeiten zur Verlegung der Fernwärmeleitung auf dem Hafencitygelände weiter bis zur Leipziger Straße. Die Trasse führt am Citybeach vorbei entlang der riesigen Tiefgarage – einer Investruine aus den 1990er Jahren – bis zur Leipziger Straße etwa gegenüber der Einmündung der Gothaer Straße. Die Drewag muss, um die Leitung unterirdisch verlegen zu können, einen Teil der Tiefgarage verfüllen, erklärt Drewag-Sprecherin Gerlind Ostmann gegenüber DNN. Den Rest der Tiefgarage werde USD anschließend abreißen.

Steinmetzmeister Michael Stäbe gehört das Grundstück Leipziger Straße 23.

Steinmetzmeister Michael Stäbe gehört das Grundstück Leipziger Straße 23.

Während Trödel- und Antikhändler und die anderen Mieter auf dem Hafencitygelände nicht bleiben können, hält Steinmetzmeister Michael Stäbe weiter die Stellung. Ihm kann keiner kündigen, denn das rund 1000 Quadratmeter große Grundstück an der Leipziger Straße – gar nicht weit von der mittlerweile sanierten Villa – entfernt, gehört ihm. Und er will es nach wie vor nicht verkaufen, obwohl der von Immobilienmaklern massiv umworben werde. Summen „weit über eine Million Euro“ würde ihm geboten.

Aber er sei Handwerker aus Leidenschaft und kein Spekulant, wiederholt er das, was er gegenüber DNN schon im Juli 2013 gesagt hatte. „Meine Firma gibt es seit 1846. Seit Generationen arbeiten, investieren und vererben wir, aber wir verkaufen unsere Grundstücke nicht.“ Im Gegenteil. Er will die auf dem Grundstück vorhandene Werkstatt noch erweitern, um eine CNC-Maschine aufzustellen. In dem anderen Gebäude will er im Erdgeschoss Ausstellungsräume und im Obergeschoss eine Wohnung für sich einrichten. Stäbe glaubt an ein guten Miteinander in der Hafencity, wenn keiner „hinterlistig“ sei und sich jeder an das halte, was er dürfe. Fortsetzung folgt.

Von Catrin Steinbach

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