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Wertholz-Versteigerung in der Dresdner Heide

„Braut der Submission“ war diesmal Berg-Ahorn

Die kleine faule Stelle im Kern ist unerheblich, sagt Hendrik Scholz. Er steht an der „Braut der Submission“ – einem Berg-Ahorn-Stamm.

Die kleine faule Stelle im Kern ist unerheblich, sagt Hendrik Scholz. Er steht an der „Braut der Submission“ – einem Berg-Ahorn-Stamm.

Dresden.Rund 85 000 Waldbesitzer gibt es in Sachsen. Wobei um die 55 Prozent eine Waldfläche unter einem Hektar Größe bewirtschaften. Um wertvolle Holzstämme, die zum Beispiel für den Innenausbau, den Bau von Möbeln und Instrumenten oder auch die Herstellung von Furnier verwendet werden können, an den Mann bzw. die Frau zu bringen, organisiert der Sachsenforst alljährlich eine sogenannte Wertholzsubmission. Sie ermöglicht auch Besitzern von kleinen Waldstückchen, einzelne Stämme einem breiten Interessentenkreis zu offerieren. Die Holzkäufer profitieren ebenfalls von dem breiten, an einem Ort konzentrierten Angebot.

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In diesem Jahr wurden in der Heide 948 Festmeter Holz von 110 Waldbesitzern feilgeboten. Bis Mittwoch, 8 Uhr, konnten Gebote abgegeben werden. Am Ende beteiligten sich 34 Bieter. „32 erhielten einen Zuschlag, zwei gingen leer aus“, so Hendrik Scholz, als Referatsleiter Holzmarkt im Sachsenforst für die Submission verantwortlich. Ein Drittel der Interessenten kam aus Sachsen. Zudem war eine polnische und eine österreichische Firma unter den Bietern. Der „Rest“ der Unternehmen, die sich an der Versteigerung beteiligten, verteilt sich auf das gesamte Bundesgebiet.

Insgesamt wurde ein Erlös von etwa 370 000 Euro erzielt. Der wertvollste Einzelstamm – die „Braut der Submission“ war am Ende ein Bergahorn aus dem Staatswald im Forstbezirk Bärenfels, Revier Tharandt. Er erzielte 3903 Euro (was pro Kubikmeter 1414 Euro entspricht). 2017 lag das Höchstgebot für eine Stiel-Eiche bei 4589 Euro /1289 Euro pro Kubikmeter). Auch diesmal waren vor allem Stiel- und Traubeneichen gefragt. „Hochwertiges Eichenholz liegt voll im Trend“, so Renke Coordes, Referent der Geschäftsführung des Staatsbetriebes Sachsenforst. Auch ein hierzulande seltener Baum aus dem Forstgarten Tharandt – eine Libanonzeder – kam unter den Hammer. Sie ist ein Opfer des Sturmes im Oktober.

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Von Catrin Steinbach

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