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Vorplanung

Autos müssen aufs Straßenbahngleis

Die Fahrbahn und die Gleise sind verschlissen, dier Verkehrszug Blasewitzer/Loschwitzer Straße muss dringend saniert werden.

Die Fahrbahn und die Gleise sind verschlissen, dier Verkehrszug Blasewitzer/Loschwitzer Straße muss dringend saniert werden.

Dresden.Die Stadtverwaltung hat jetzt die Vorplanung für den Ausbau der Blasewitzer und Loschwitzer Straße zwischen Augsburger Straße und Schillerplatz vorgelegt. Das Grundkonzept: Der motorisierte Individualverkehr (MIV) wird über die Straßenbahngleise geführt. Dafür sollen beidseitig zwei Meter breite Radfahrfahrstreifen eingerichtet werden. Bisher verfügt die Verkehrsachse nicht über Radverkehrsanlagen.

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9000 bis 12.000 Fahrzeuge täglich

Das Ausbaukonzept knüpft direkt an die Vorplanungen für die Gerokstraße/Blasewitzer Straße zwischen Güntzplatz und Fetscherstraße an. Auch hier soll der MIV zugunsten des Radverkehrs auf die Straßenbahngleise verlagert werden. Diese Pläne fanden jüngst im Ortsbeirat Altstadt eine deutliche Mehrheit. Der Verkehrsknoten Blasewitzer Straße/Fetscherstraße ist nicht Gegenstand der Überlegungen.

Der Verkehrszug Blasewitzer Straße/Loschwitzer Straße ist eine Hauptverkehrsstraße, die tägliche Verkehrsbelastung liegt bei 9000 bis 12.000 Fahrzeugen. Wegen der nahegelegenen Universitätsklinik hat die Haltestelle Augsburger Straße eine hohe Fahrgastfrequenz – rund 5600 Ein- und Aussteiger werden hier täglich registriert. Die Haltestellen in dem Straßenabschnitt sind jedoch weder nutzerfreundlich noch behindertengerecht, heißt es in der Vorplanung.

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Der Zustand der Fahrbahn ist den Unterlagen zufolge desolat, die Gleise und die Fahrleitungsanlage sind zerschlissen. Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) würden einen dringenden Handlungsbedarf sehen. Der Straßenzug ist etwa 1,6 Kilometer lang und verläuft unter anderem im Denkmalschutzgebiet Blasewitz/Striesen.

2021 könnten die Bauarbeiten beginnen

Im Zuge der Bauarbeiten soll der Gleisachsabstand auf drei Meter verbreitert werden. Damit können die DVB breitere Straßenbahnfahrzeuge einsetzen. Fahrbahnen und Fußwege werden saniert, außerdem soll zwischen Augsburger Straße und Königsheimplatz die Alleepflanzung wiederhergestellt werden. Damit Müllfahrzeuge den Straßenbahnverkehr nicht behindern, soll östlich des Königsheimplatzes ein ein Meter breiter, befahrbarer Streifen auf dem Fußweg eingerichtet werden.

Neben der Vorplanung für den Straßenzug hat die Stadt auch eine städtebauliche Begleitplanung in Auftrag gegeben, die sich unter anderem mit der Gestaltung des Königsheimplatzes und des Platzes an der Kreuzung Lene-Glatzer-Straße befasst.

Die Gesamtkosten betragen rund 12,4 Millionen Euro, wobei 3,2 Millionen von der Stadt und 9,2 Millionen Euro von den DVB finanziert werden müssen. Hinzu kommen weitere Kosten für die Medienträger wie Strom, Gas und Abwasser sowie für die Platzgestaltung. Das städtische Straßen- und Tiefbauamt hat für 2021 Mittel für den Ausbau des Straßenzuges vorgesehen.

Früher kann mit hoher Wahrscheinlichkeit ohnehin nicht gebaut werden, da ein aufwendiges Planfeststellungsverfahren durchgeführt werden muss.

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Von Thomas Baumann-Hartwig

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