Amtsgericht Dresden

Auf Diebestour durch Dresden: Langfinger-Trio hinterlässt 70 000 Euro Schaden

Symbolfoto

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Dresden. Norman M. „feierte“ seinen 36. Geburtstag am Montag im Amtsgericht. Dort teilte er sich die Anklagebank mit Sven W. und Thomas J. Ein Trio mit vielen Gemeinsamkeiten.

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Alle drei mussten sich wegen Diebstahls verantworten, haben ein Drogenproblem, sind erheblich vorbestraft und waren im vergangenen Jahr zwar arbeitslos, aber ständig auf Achse – vor allem nachts. Da gingen sie regelmäßig auf Tour, um einzubrechen. Die Klauerei artete schon fast in Arbeit aus. Sechs Anklagen verlas der Staatsanwalt.

Gesamtschaden: rund 70 000 Euro

Zwischen Januar und November 2018 stiegen sie in wechselnder Besetzung in Firmen, Kneipen, Werkstätten, Theater und Büros ein. Auf der Suche nach Bargeld oder Dingen, die man gut verkaufen kann, wie elektronische Geräte, durchsuchten sie die Räume, flexten oder hebelten Tresore auf, nahmen Geldkassetten und anderes Diebesgut mit. Gesamtschaden: rund 70 000 Euro. Dazu hinterließen die drei Männer einen erheblichen Sachschaden. Elegante Einbrecher waren die drei nicht, wohl eher Grobmotoriker.

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Das Trio war in ganz Dresden unterwegs: von der Volkssolidarität in Gorbitz über das Boulevardtheater und das Fraunhofer Institut auf der Zeunerstraße bis zu Bars und Kneipen in der Alt-und Neustadt. Sie knackten selbst den Staubsaugerautomaten an einer Tankstelle an der Bodenbacher Straße und klauten Porzellanfiguren und Plastiken aus einem Lager der TU. Das Büro der Stadtrundfahrt auf der Feldschlösschenstraße besuchten sie gleich zweimal – einmal ließen sie 21 000 Euro mitgehen, einmal 5400 Euro.

Grund für Taten: Drogensucht

Die Angeklagten räumten die Vorwürfe ein und ersparten dem Gericht damit eine umfangreiche Beweisaufnahme. Grund für die Taten sei ihre Drogensucht gewesen. Sie alle wollen nun weg davon. Sven W. hat erfolgreich eine Therapie absolviert und ist derzeit clean. Er wurde zu zwei Jahren, ausgesetzt zur Bewährung, verurteilt.

Die anderen beiden müssen ins Gefängnis: Thomas J. drei Jahre und Geburtstagskind Norman M. drei Jahre und sechs Monate. In sein Urteil floss eine andere Entscheidung des Amtsgericht mit ein.

Von Monika Löffler

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