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Sozial- und Luxuswohnungen

Am Dresdner Altmarkt entsteht ein neues Wohnquartier

Pfarrer Holger Milkau, OB Dirk Hilbert, Revitalis-Vorstand Andreas Lipp und Architekt Jan-Oliver Meding (v. l. n. r.) mauern die Grundstein-Kapsel ein.

Pfarrer Holger Milkau, OB Dirk Hilbert, Revitalis-Vorstand Andreas Lipp und Architekt Jan-Oliver Meding (v. l. n. r.) mauern die Grundstein-Kapsel ein.

Dresden.Der Grundstein für das neue Wohnquartier am Dresdner Altmarkt ist gelegt: Insgesamt 213 Wohnungen, Geschäfte und eine Tiefgarage sollen bis zum Jahr 2020 im Karree zwischen Pfarrgasse und Schreibergasse entstehen. Mit Sandsteinfassade, bodentiefen Fenstern und Balkonen wird sich der neue Siebengeschosser dem Umfeld anpassen. „15 Prozent der Wohnungen werden als Sozialwohnungen vermietet werden“, sagt Andreas Lipp, Vorstand der „Revitalis Real Estate AG“, die das Quartier mit einer Gesamtwohnfläche von über 14.300 Quadratmetern errichtet.

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Das Gebäude ist schon komplett an zwei deutsche Wohnimmobilienfonds verkauft. Der nördliche Part ist in der Hand der „Corestate Capital Holding“, der südliche Teil wird von „BMO Real Estate Partners Deutschland“ erworben. „Die Wohnungen werden unter anderem mit Echtholzparkett und Einbauküche ausgestattet sein“, berichtet Lipp.

Klausel gegen Lärmklagen im Mietvertrag

In einigen Wohnungen werden sich zudem mehr als 700 Jahre alte Steine finden, die bei den Grabungen für das Fundament von Archäologen gefunden wurden. Sie gehörten zum alten Pfarrwitwenhaus der Kreuzkirche und sollen in den Eingängen verarbeitet werden. Auch Teile des Kellergewölbes sollen erhalten und offen zugänglich werden – genau wie der begrünte Innenhof des Quartiers. Das neue Quartier trage zum kommunalen Plan bei, die Innenstadt zu verdichten, lobte Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) das Projekt, bevor er den Grundstein zumauerte.

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Bis die Bauherren loslegen konnten, mussten sie allerdings einen langen Weg zurücklegen. „Ursprünglich war auf dem Gelände baurechtlich kein Wohnen geplant“, berichtet der Architekt Jan-Oliver Meding, der mit seinem Büro „MPP Meding Plan + Projekt“ das Quartier entworfen hat. Erst nach ausführlichen Gesprächen mit dem Stadtplanungsamt sei die Vorschrift geändert worden, um der Wohnungsknappheit in Dresden entgegen zu wirken. Allerdings sollen eben nicht nur Luxusapartments entstehen, sondern es werden dort künftig auch Sozialwohnungen zu 6,50 Euro pro Quadratmeter vermietet.

Direkter Nachbar der neuen Mieter wird das Glockenspiel der Kreuzkirche, eines der größten Geläute in Europa. Daher wird über eine Klausel im Mietvertrag nachgedacht, die Lärmklagen verhindern soll – ähnliche Regelungen gelten zum Beispiel für Wohnhäuser am lauten Hafen von Hamburg.

Doch bis die Mieter ihre Schränke einräumen können, wird es noch etwas dauern: Für den kommenden Frühling ist das Richtfest geplant. Im Jahr 2020 sollen die Wohnungen dann bezugsfertig sein.

Von Tomke Giedigkeit

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