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Freistaat lässt in Dresden bauen

510 neue Parkplätze für Johannstadt

Auf diesem Gelände soll das Parkhaus entstehen.

Auf diesem Gelände soll das Parkhaus entstehen.

Dresden.Ende 2019 soll das Parkhaus in der Gleisschleife Pfotenhauerstraße in unmittelbarer Nähe zum Universitätsklinikum eröffnet werden. Die Goldbeck GmbH beginnt jetzt mit den Bauarbeiten, kündigte der Staatsbetrieb Zentrales Flächenmanagement Sachsen (ZFM) am Freitag an. Das Parkhaus wird über neun Halbgeschossebenen verfügen, die Platz für 510 Autos bieten. Es soll mit moderner LED-Technik ausgestattet werden und eine begrünte Fassade erhalten, versprach Stefan Wagner, kommissarischer Geschäftsführer des Staatsbetriebs.

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In dem Gebiet rund um das Universitätsklinikum ist der Parkdruck extrem hoch. Anwohner, das Personal des Klinikums, des Herzzentrums und die Mitarbeiter der zahlreichen Forschungsinstitute konkurrieren um die wenigen Stellplätze am Straßenrand. Die Situation hat sich zusätzlich verschärft, als das Max-Planck-Institut auf einem Parkplatz einen Anbau für das Zentrum für Systembiologie errichtet hat, das 2017 eingeweiht wurde.

Seit mehreren Jahren suchen der Freistaat und die Landeshauptstadt nach einer Lösung für die angespannte Situation. Für den Parkhausbau in der Gleisschleife mussten die dort ansässigen Internationalen Gärten umziehen und mehrere Kleingärtner ihre Parzellen verlassen. Der Bauausschuss des Stadtrats diskutierte lange über die Höhe des Gebäudes, aber seit 2015 besteht Baurecht für das Grundstück.

Der Freistaat wollte nicht selbst bauen, sondern suchte einen geeigneten Investor. Der Staatsbetrieb entschied sich für die Goldbeck-Gruppe. „Durch seinen interdisziplinären und ganzheitlichen Ansatz ist Goldbeck in der Lage, sämtliche Leistungen aus einer Hand anzubieten: Vom Grundstückskauf über die Planung, den Bau und die Finanzierung bis hin zum Parkhausbetrieb“, erklärte Wagner die Wahl. Goldbeck ist Spezialist für aus vorgefertigten Elementen bestehende Systembauten und verfügt zudem über eine eigene Gesellschaft für die Parkraumbewirtschaftung.

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Die Investitionskosten werden allein auf dem Parkhausbetrieb erwirtschaftet, erläuterte Christoph Schlenke, Leiter Projektmanagement der Goldbeck Parking Services GmbH. Das Unternehmen stünde vor besonderen Herausforderungen. „Wir müssen spezielle planungs- und baurechtliche Vorgaben erfüllen. Zum Beispiel hinsichtlich Schallschutz, Lichtemission oder Umweltschutz. Dies erhöht natürlich unsere Kosten“, so der Geschäftsführer.

Wieviel eine Stunde Parkzeit oder ein Tagesticket kosten werden, habe das Unternehmen noch nicht festgelegt, erklärte Schlenke. „Wir setzen auf eine hohe Auslastung des Parkhauses und garantieren faire, marktübliche Tarife, die sich an den Preisen in Dresden orientieren“, kündigte er an.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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