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Taktverdichtung

15 Millionen Fahrgäste – S-Bahn verzeichnet Rekord in Dresden

Ab 3. April fahren die S-Bahnen zur Hauptverkehrszeit im Zehn-Minuten-Takt nach Pirna.

Ab 3. April fahren die S-Bahnen zur Hauptverkehrszeit im Zehn-Minuten-Takt nach Pirna.

Dresden.Die Dresdner S-Bahn ist so beliebt wie nie. Fast 15 Millionen Fahrgäste sind 2017 in Züge der drei S-Bahnlinien eingestiegen, so viele wie nie zuvor. „Wir sind mit über zehn Prozent Wachstum gegenüber dem Vorjahr in Dresden das Verkehrsmittel mit der größten Steigerungsrate“, sagt Stephan Naue. Er ist als Leiter Produktmanagement Sachsen der Bahntochter DB Regio AG für die S-Bahn verantwortlich.

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Knapp eine Millionen zusätzliche Fahrgäste in der S 1

Stolz sei man auch darauf, dass laut Statistik 98 Prozent der S-Bahnen im vergangenen Jahr pünktlich fuhren. „Wir fahren zwischen Coswig und Pirna auf eigenen Gleisen – das wirkt sich aus“, begründet er. Der S-Bahnverkehr könne dort ohne Störungen durch verspätete Güter- oder Fernverkehrszüge abgewickelt werden.

Am Fahrgastwachstum haben vor allem diese eigenen Gleise ihren Anteil. Denn seit etwa einem Jahr verkehren S-Bahnen der Linie 1 zwischen dem Dresdner Hauptbahnhof und Meißen in der Hauptverkehrszeit im Viertelstundentakt. Diese Taktverdichtung hat der S-Bahn die meisten neuen Kunden beschert.

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Knapp eine Million zusätzliche Fahrgäste habe man 2017 zwischen Dresden und Meißen gezählt, sagt Naue. Woran auch der inzwischen zwei Jahre alte Haltepunkt am Bischofsplatz mit 2300 Einsteigern am Tag seinen Anteil habe, wie er betont.

Zwölf moderne Doppelstockwagen für zwei Millionen Euro

Nun will man auch am anderen Zweig der S 1, dem in Richtung Pirna, den Takt verdichten. S-Bahnen fahren ab 3. April zwischen Dresden-Hauptbahnhof und Pirna in der Hauptverkehrszeit, also morgens zwischen 5.30 Uhr und 8.30 Uhr und nachmittags zwischen 14.30 und 18 Uhr, alle zehn Minuten. „Wer dort unterwegs ist, braucht künftig gar nicht mehr in den Fahrplan sehen, weil die nächste S-Bahn immer gleich kommt“, sagt Burkhard Ehlen, Geschäftsführer des Verkehrsverbunds Oberelbe (VVO).

Profitieren können auch die Passagiere, die in Dobritz zum Beispiel aussteigen und dort auf Busse und Bahnen der DVB umsteigen, von denen viele ebenfalls im Zehn-Minuten-Takt unterwegs sind.

Der VVO lässt sich das bessere Angebot einiges kosten. Für rund zwei Millionen Euro werden zwölf Doppelstockwagen modernisiert, die für den dichteren Takt benötigt werden. Man wolle einen einheitlichen Standard gerade in Fragen der Sicherheit anbieten, sagt Ehlen.

Baubedingte Einschränkungen nach Ostern

Außerdem gibt der VVO für die Taktverdichtung auf der S-Bahn die Hälfte der rund 3,3 Millionen Euro aus, die der Freistaat im laufenden Jahr zusätzlich an den VVO überweist. Die andere Hälfte werden für die Region ausgeben, etwa stündliche Fahrten nach Kamenz am Wochenende oder einen durchgehenden Zugverkehr wie Ehlen betont.

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Dass er das so hervorhebt, hat seinen Grund. Denn auf der S-Bahn-Strecke der S 1 muss das Angebot zwischen Pirna und Schöna fast das ganze Jahr baubedingt eingeschränkt werden. Grund sind Bauarbeiten auf der Strecke, wie S-Bahn-Chef Naue begründet. Bis Ostern ist noch das gesamte Angebot nutzbar, anschließend machen sich die Arbeiten zwischen Obervogelgesang und Rathen bemerkbar.

Wanderexpress ab Pfingsten nur am Sonntag

Zwischen Himmelfahrt und Pfingsten gibt es eine Atempause, bei der man vor allem an Ausflügler in die Sächsische Schweiz gedacht hat. Dann geht die Streckensanierung im Elbtal weiter. Zwischen Ostern und Himmelfahrt fahren S-Bahnen daher nur im Stundentakt nach Schöna, später im Jahr soll es einen Halbstundentakt geben.

Grund sind die fehlenden eigenen Gleise für die S-Bahn, die sich die Kapazitäten auf der Schiene vor allem mit dem Güterverkehr teilen muss. Deshalb fährt auch der aus Leipzig kommende Regionalexpress, der Gäste in die Sächsische Schweiz bringen soll, zumeist nicht durch.

Ebenso wird der Wanderexpress „Bohemica“ ab Pfingsten nur sonntags verkehren. Dafür gibt es in diesem Jahr erstmals ein komplementäres Angebot von tschechischer Seite. 9.19 Uhr ab Ústi bringt sonnabends ein Zug tschechische Einkaufstouristen nach Dresden, die Rückfahrt ist ab Hauptbahnhof 17.35 Uhr.

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VVO-Entdeckertag

Am 6. April lädt der Verkehrsverbund Oberelbe zum VVO-Entdeckertag. Gleichzeitig ist auch beim Oberlausitzer Verkehrsverbund ZVON beim „Komm’ Rum-Tag“ allerhand etwas los.

Das VVO-Angebot richtet sich vor allem an Familien. Diese zahlen neun Euro für ein Familienticket einer Zone und sind damit im gesamten Verbandsgebiet unterwegs. Mitfahren können zwei Erwachsene und bis zu vier Kinder bis zum 15. Geburtstag. Damit lassen sich die Dresdner Bergbahnen kostenfrei nutzen, bei der Stadtrundfahrt Meißen, der Lößnitzgrundbahn und der Kirnitzschtalbahn gibt es Ermäßigungen. Wer auch die Lausitzer Angebote nutzen will, zahlt zum Beispiel im Trilex-Zug nach Görlitz zusätzlich 3,50 Euro für ein „Komm’ Rum-Ticket“ pro Person.

Zu erleben gibt es unter anderem Oldtimerfahren mit dem Robur-Bus in Meißen sowie zwischen Moritzburg und Meißen (7 Euro). Ein Fahrradbus bringt Ausflügler ab Kamenz ins Lausitzer Seenland. Die Stangen-Elektrolok E 7710 „Elli“ ist ab Dresden Hauptbahnhof unterwegs (10 Euro).

Infos: www.vvo-online.de.

Von Uwe Hofmann

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