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Großinvestition

1000 neue Wohnungen für Dresden

Die Visualisierung zeigt die städtebauliche Planung für das frühere Robotron-Areal neben dem Blüherpark. Der Investor plant dort etwa 1000 neue Wohnungen. Das Quartier soll eine städtebauliche Brücke zwischen der Altstadt und dem Großen Garten bilden.

Die Visualisierung zeigt die städtebauliche Planung für das frühere Robotron-Areal neben dem Blüherpark. Der Investor plant dort etwa 1000 neue Wohnungen. Das Quartier soll eine städtebauliche Brücke zwischen der Altstadt und dem Großen Garten bilden.

Dresden.Erst in der vergangenen Woche hat der Stadtrat grünes Licht für die neue Wohnanlage am Blüherpark gegeben – jetzt will der Investor für das millionenschwere Vorhaben rasch weiter Tatsachen schaffen. Zugleich stellte die Immovation AG, die hinter dem Vorhaben steckt, neue Details für die Bebauung vor. Demnach plant das Unternehmen im „Lingner Altstadtgarten“ zwischen dem Blüherpark und der St. Petersburger Straße etwa 1000 neue Wohnungen. Bisher war stets die Rede von nur 700 Wohneinheiten.

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Nachdem der Stadtrat Ende vergangener Woche den Bebauungsplan für das Vorhaben genehmigt hatte, müssen jetzt im nächsten Schritt Fernwärmeleitungen und Telekommunikationskabel umverlegt werden, wie Lars Bergmann, Vorstand der Immovation AG, ankündigt. Die Arbeiten seien nötig, bevor mit den eigentlichen Tiefbauarbeiten begonnen werden kann. Eine genaue Zeitschiene nannte der Projektentwickler jedoch nicht.

Mit dem neuen Quartier wollen der Investor und der für das Gesamtkonzept zuständige Dresdner Architekt Peter Kulka eine städtebauliche Brücke zwischen Zentrum und dem Großen Garten schaffen. Aus Sicht der Immovation AG habe das Vorhaben im Stadtzentrum eine große Bedeutung für die Entwicklung Dresdens – auch mit Blick auf benötigte neue Wohnungen, wie Lars Bergmann betont. „Die Stadt braucht in den nächsten Jahren dringend neue Wohnungen“, sagt der Vorstand des Immobilienunternehmens.

Mit ihrem Nutzungs- und Gestaltungskonzept will der Projektentwickler die Dresdner Innenstadt bereichern. Geplant ist eine Mischung aus großen und kleinen Wohnungen, das Angebot werde somit breit gefächert. „Im Lingner Altstadtgarten sollen sich Familien mit Kindern ebenso zuhause fühlen wie Studenten und Senioren“, erklärt Lars Bergmann. Die Immovation hatte sich nach eigenen Angaben dazu verpflichtet, 15 Prozent des neuen Wohnraums für den Bedarf dieser Zielgruppe zu errichten.

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Das Luftbild zeigt die aktuelle Situation auf dem Areal. Frühere Gebäude von Robotron wurden bereits abgerissen – lediglich die alte Kantine (neben Hygiene-Museum) blieb stehen.

Das Luftbild zeigt die aktuelle Situation auf dem Areal. Frühere Gebäude von Robotron wurden bereits abgerissen – lediglich die alte Kantine (neben Hygiene-Museum) blieb stehen.

Jedes Gebäude wird seinen eigenen Charakter erhalten, kündigt das Unternehmen an. Gebäudehöhen zwischen fünf und sieben Etagen und Baukörper mit unterschiedlichen Fassaden sollen demnach für architektonische Vielfalt sorgen. Für die Gestaltung der Gebäude hat der Investor drei Architekturbüros ins Boot geholt. Nach einem Werkstattverfahren für die künftige Bebauung wurde Architekt Peter Kulka mit der Entwicklung des städtebaulichen Konzeptes für das Gesamtareal beauftragt. Die konkrete architektonische Gestaltung wird darüber hinaus auch von kister scheithauer gross architekten und stadtplaner (Köln/Leipzig) und Christoph Mäckler Architekten (Frankfurt a.M.) geplant.

In den vergangenen Monaten hatte die Unternehmensgruppe auf dem Areal bereits das frühere Bürogebäude und das Rechenzentrum von Robotron wegreißen lassen. Nur die Robotron-Kantine, für die bereits eine Abrissgenehmigung vorlag, blieb erhalten. Sie soll als Kunsthalle genutzt werden. Die Sanierung soll allerdings bis zu zwölf Millionen Euro kosten.

Die Immovation AG will langfristig bis zu 3000 neue Wohnungen in der Landeshauptstadt errichten. Das Projekt auf dem früheren Robotron-Areal ist dabei der erste Bauabschnitt, der wiederum in vier Baufelder von jeweils etwa der gleichen Größe unterteilt ist. Die Bereiche sollen in den nächsten Jahren nach und nach bebaut werden.

Von Sebastian Kositz

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