Gute Vorsätze umsetzen

Yoga bei Youtube oder doch lieber Sit-ups via App? So geht‘s fit ins neue Jahr

Viel Equipment ist für Yoga nicht nötig, eine Matte reicht aus.

Viel Equipment ist für Yoga nicht nötig, eine Matte reicht aus.

Es ist so sicher wie der Jahreswechsel selbst: Anfang Januar wollen besonders viele Menschen mehr Sport treiben, sich gesünder ernähren und mehr Zeit mit der Familie verbringen. Kurzum: Alles ein bisschen besser machen als im vergangenen Jahr. Gute Vorsätze werden immer beliebter, das zeigt auch eine aktuelle Umfrage der DAK-Krankenkasse. Einer der beliebtesten Vorsätze: mehr Bewegung (61 Prozent).

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Statt jedoch in einem Verein oder im Fitnessstudio zu trainieren, nutzen seit der Corona-Pandemie immer mehr Menschen digitale Sportangebote. Manch einer trackt dafür mit Fitness-Apps seine Joggingrunde, andere turnen daheim auf der Matte Youtube-Videos nach. Neuerdings stellt selbst der Streamingdienst Netflix Fitnessvideos von Nike auf seiner Plattform zur Verfügung.

Flexibler trainieren mit Youtube

Die Vorteile: Die gelaufenen Kilometer, die verbrannten Kilokalorien und die Dauer sind oft direkt sichtbar. Zwar nur in Form von bunten Balkendiagrammen oder Kreisen auf dem Smartphone, aber immerhin. Wer möchte, kann seinen Erfolg mit seinen Freunden via Social Media teilen oder sich selbst persönliche Ziele setzen. Die meisten Smartphones tracken bereits automatisch, wie viele Schritte man am Tag gegangen ist und zeigen, ob das Tagesziel erreicht wurde und wie der Wochendurchschnitt war – ohne, dass man dafür extra eine App installieren muss.

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Die Sporteinheiten sind zudem digital deutlich flexibler als analog. Wer einen verspannten Nacken hat, macht „Stretches for Neck, Shoulder & Upper Back Pain Relief“ (10 Minuten) von Mady Morrison (2,8 Mio Abonnenten). Und danach vielleicht noch eine Runde Yin-Yoga (44 Minuten) oder direkt ein „High Intensity Workout“ (10 Minuten) von Pamela Reif (9,3 Millionen Abonnenten).

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Man kann sich das, was man gerade braucht, also sehr individuell zusammenstellen – und es ist häufig kostenlos. Ein Nachteil: In der Regel gibt es keine Verabredung mit Freunden, sondern man muss sich selbst motivieren.

Aber auch bei Youtube kann man so etwas wie ein Gemeinschaftsgefühl entwickeln, zum Beispiel bei Challenges. Das sind Pläne, bei denen Interessierte jeden Tag – meist über 30 Tage hinweg – eine Sporteinheit absolvieren. Traditionell finden diese Challenges besonders oft am Anfang des Jahres statt. Je nach Geschmack gibt es Challenges für Yoga wie „Inner Awakening“ von Mady Morrisson. Aber auch das Planken oder Laufen zählt zu beliebten 30-Tage-Projekten. Die Pläne können kostenlos heruntergeladen und ausgedruckt werden.

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Fitness-Apps im Überblick

Wer lieber mit Apps trainieren möchte, hat ebenfalls große Auswahl. Je nach Trainingsziel, gibt es verschiedene Anbieter und Modelle. Bei Ganzkörpertraining sind Apps wie Freeletics oder Gymondo besonders beliebt. Beide Apps sind sowas wie ein digitales Fitnessstudio. Nutzerinnen und Nutzer können sich Sportpläne je nach Bedürfnis zusammenstellen, Challenges absolvieren und Ziele stecken. Trainiert wird in der Regel mit dem eigenen Körpergewicht. Außerdem gibt es die Möglichkeit, Ernährungspläne zu erhalten. Nach einer kostenlosen Testphase bezahlen Nutzerinnen und Nutzer bei Gymondo 9,99 Euro pro Monat. „Freeletics“ kostet je nach Dauer und Art der Mitgliedschaft zwischen 6 und 16 Euro im Monat.

Die App Seven ist besonders für Menschen geeignet, die wenig Zeit haben. Die Idee: Sieben Monate lang jeden Tag sieben Minuten trainieren – und damit fit werden. Alles, was man dafür braucht, sind eine Wand und ein Stuhl. Die App ist in ihrer Basisversion kostenlos. Wer persönlichere Trainingspläne möchte oder mehr Auswahl bei den Trainingseinheiten, kann dem 7 Club beitreten. Die Monatsmitgliedschaft kostet etwa 4,70 Euro, für ein Jahr bezahlen Nutzerinnen und Nutzer rund 37,45 Euro.

Voll mit dabei oder nur am Rande? Hier macht sich eine Frau vor einem Laptop für ihren Yogakurs warm, der via Videokonferenz stattfindet.

Thinstagram: Können soziale Netz­werke Ess­störungen beeinflussen?

Mit Fitness­videos und Essens­plänen wollte Lea ihren Körper „definieren“ und ist dabei in die Mager­sucht abgerutscht. In der Psychiatrie lernt sie nun, den inszenierten Social-Media-Content kritischer zu sehen – aber leicht ist es nicht, sich von Idolen zu trennen. Über den Einfluss sozialer Netz­werke auf Ess­störungen.

Ebenfalls beliebt sind die Wander-App Komoot und die Lauf-und Radfahr-App Strava. Komoot ist im Grunde ein Routenplaner für Radfahrerinnen, Radfahrer und Wanderbegeisterte. Bei den Touren gibt es Angaben zu Länge, voraussichtlicher Dauer, Höhenmeter und Schwierigkeitsgrad. Außerdem eine Karte und Beschreibungen zum Ort. In der Basisversion ist die App kostenlos. In der Plusversion (59,99 Euro pro Jahr) gibt es Livetracking, spezifischere Karten und Wetterbeobachtungen dazu.

Datenschutz, persönliche Ziele und die Psyche

Bei der App Strava liegt der Fokus mehr auf dem sportlichen Aspekt der Routen als auf dem landschaftlichen. Es gibt personalisierte Trainingsdaten, Challenges und Standorttracking. Auch hier gibt es eine kostenlose Basisversion, für das Plusangebot zahlen Nutzerinnen und Nutzer 7,99 Euro für einzelne Monate. Wer eine Jahresmitgliedschaft abschließt, zahlt 59,90 Euro (ca. 5 Euro pro Monat).

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Für welche App man sich am Ende entscheidet, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Neben Optik, Handhabung, Community und persönlichen Zielen gilt es auch, die unterschiedlichen Datenschutzeinstellungen der Apps zu checken. Auch können das ständige Tracken, die durchtrainierten Fitnessinfluencerinnen und Challenges negativen Einfluss auf das Selbstbild haben. Besonders bei jungen Menschen werden durch das propagierte „Ideal“ der Influencerinnen unter Umständen Essstörungen befördert. Davor warnt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

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