Zwei Ideen zum Nachmachen

Bild aus Moos und Luftpflanzenkranz: Diese Deko aus Pflanzen welkt nicht

Mit Pflanzen lassen sich pflegeleichte DIY-Projekte umsetzen.

Mit Pflanzen lassen sich pflegeleichte DIY-Projekte umsetzen.

Früher welkte ein einsamer Basilikum in der WG-Küche vor sich hin. Heute zieren die unterschiedlichsten Pflanzen die Fensterbänke von jungen Menschen. Zimmerpflanzen sind ein Trend. Das zeigt nicht nur der Blick in zahlreiche Wohnungen, sondern auch der in die Instagram-App. Rund 8,5 Millionen Posts tragen dort den Hashtag #urbanjungle, also Großstadtdschungel.

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In sozialen Netzwerken gedeihen die Accounts von „Plantfluencern“ prächtig. Das sind Menschen, die online ihre Pflanzen präsentieren, Tipps zur Pflege teilen und sich gegenseitig mit Ablegern versorgen. Einer davon ist Hilton Carter. Er bezeichnet sich als Pflanzen- und Interieurstylist.

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Sein Zuhause teilt Carter mit mehr als 200 grünen Mitbewohnern – und diese wiederum online mit der ganzen Welt. 547.000 Menschen interessieren sich für den Pflanzenliebhaber und seine Schützlinge, so viele Abonnentinnen und Abonnenten hat sein Account.

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Doch auch abseits des Internets beschäftigt sich der US-Amerikaner mit seinem Lieblingsthema. Er hat ein neues Buch geschrieben: „Welcome to the Jungle“ (Ulmer Verlag, 240 Seiten, 28 Euro) steckt voller „Do-it-Yourself“-Ideen rund um Zimmerpflanzen. Carter erklärt, wie man einen Blumentopf aus Beton gießt, ein Bild aus Moos gestaltet oder einen Kranz mit lebenden Pflanzen bindet. Hier zeigen wir zwei Projekte aus seinem Buch zum Nachmachen. Beide brauchen wenig bis keine Pflege, um lange grün und frisch auszusehen.

Ein Kranz aus Luftpflanzen

Dieser Kranz ist nicht nur dekorativ, sondern lebt weiter. Denn er besteht aus Trockenblumen und aus pflegeleichten Tillandsien, auch als Luftpflanzen bekannt.

Dieser Kranz hält ewig – und das, obwohl in ihm lebendige Pflanzen verarbeitet sind.

Dieser Kranz hält ewig – und das, obwohl in ihm lebendige Pflanzen verarbeitet sind.

Das wird gebraucht:

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Drahtring für Blumenkränze (50 Zentimeter Durchmesser), Seitenschneider, 22er-Blumendraht, Schere, Floristenband (Blumenband), Schnur, Sprühflasche, Klebepistole, Haken für einen Kranz, Nagel oder Powerstrips; Pflanzen: (Tillandsien): Tillandsia stricta, T. capitata, T. seleriana, drei Magnolienzweige, vier getrocknete Stängel Pampasgras (Cortaderia selloana), 20 getrocknete Stängel Hasenschwanzgras (Lagurus ovatus), zwei getrocknete Stängel Trommelschlägel (Craspedia glauca).

So geht‘s:

Den Ring auf eine saubere Arbeitsfläche legen und die Tillandsien und Blütenstängel dort platzieren, wo sie später fixiert werden sollen. So bekommt man einen Eindruck des fertigen Arrangements.

Nun die erste Lage an Pflanzen positionieren. Bei diesem Kranz ist es das Pampasgras, weil es die Kulisse für die Gesamtgestaltung sein soll. Den Blumendraht nehmen, mit dem ­Seiten­schneider ein 7,5 Zentimeter langes Stück abschneiden und fest um die Stängel des Pampasgrases und den Drahtring wickeln, um alles miteinander zu verbinden.

Sobald das Pampasgras am Ring festgebunden ist, setzt man die wichtigste Tillandsie ans äußerste Ende des Kranzes, ein bisschen Pampasgras sollte aber hervorschauen. Nun 30 Zentimeter Schnur abschneiden und fest um den Boden der Tillandsie und den Ring binden. Die Schnur zwischen den äußeren Basisblättern der Tillandsie hindurchfädeln.

Nun ein 15 Zentimeter langes Stück der Schnur abschneiden und vorsichtig durch den mittleren Abschnitt der Pflanze fädeln. Um die letzten Blätter eine lockere Schlaufe machen, diese verknoten. Die Blätter sollten in der Schlaufe ruhen.

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Nochmals mit dem Seitenschneider ein 7,5 Zentimeter langes Drahtstück abschneiden und fest um einen Magnolienzweig und den Ring wickeln. Diesen Schritt für jeden Magnolienzweig wiederholen.

Die Stängel des Hasenschwanzgrases nehmen und einen Strauß daraus machen. Das Floristenband nehmen und 7,5 Zentimeter davon abreißen. Während es um die Stängel des Hasenschwanzgrases gewickelt wird, das Floristenband drehen und ziehen, damit es haftet. Das Hasenschwanzgras-Sträußchen dort an das Ende der floralen Gestaltung anlegen, wo das Pampasgras beginnt. 7,5 Zentimeter des Drahts abknipsen und fest um die Stängel des Grases und den Ring wickeln.

Nun 45 Zentimeter Schnur abschneiden und diese um das untere Ende der Hasenschwanzgras-Stängel, der Pampasgrasstängel und an den Ring wickeln. Das Ende der Schnur mit einer Schlinge verknoten.

Nun die letzten Elemente gestalten. Bei diesem Kranz hat Carter Trommelschlägel als Farbtupfer integriert. Diese Stängel nehmen und sie zwischen die anderen Pflanzen einflechten. Dazu kann man Floristenband oder Draht verwenden.

Die Tillandsien mit lauwarmem Wasser aus einer Sprühflasche einsprühen, anschließend täglich mindestens einmal einsprühen.

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Ein Bild aus Moos

Kleine Erinnerungsstücke an die Natur sollen uns ruhiger und leistungsfähiger machen. Dieses Bild aus getrocknetem Moos passt auch in die dunkelste Ecke der Wohnung. Denn es braucht weder Wasser noch Sonnenlicht.

Bilder aus Moos kann man auch in der dunkelsten Ecke aufhängen.

Bilder aus Moos kann man auch in der dunkelsten Ecke aufhängen.

Das wird für einen Rahmen in der Größe 50 mal 50 Zentimeter gebraucht:

Ein Rahmen (aus dem Handel, selbst gemacht oder aus einem Secondhandladen), zwei Schaumstoffplatten von 5 mal 60 mal 45 Zentimeter, Klebepistole, Klebstoffstäbe, scharfe Klinge oder Cuttermesser, 680 Gramm getrocknetes Moos; wir haben Rentierflechte (Cladonia rangiferina), Waldmoos, Zypressenschlafmoos (Hypnum cupressiforme) und Sphagnummoose verwendet, Bleistift, Schneidematte, Aufhänger für Rahmen, Gummihandschuhe (optional).

So geht‘s:

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Bei einem neu gekauften Rahmen die Verpackung entfernen, die Rückseite öffnen und das Glas herausnehmen. Es sicher wegstellen. Dann die Rückwand wieder einsetzen und befestigen.

Schneidematte auf der Arbeitsunterlage bereitlegen. Mit Bleistift die Konturen auf die Schaumstoffplatte zeichnen, die Sie sich als Formgeber und für die räumliche Tiefe vorstellen. Diese Formen werden nun schichtweise aufeinander geklebt, um verschiedene Mooslagen zu gestalten. Dadurch sieht das Kunstwerk wie ein natürliches Gelände aus.

Die Schaumstoffplatten werden in Formen geschnitten und auf dem Bild verteilt.

Die Schaumstoffplatten werden in Formen geschnitten und auf dem Bild verteilt.

Eine scharfe Klinge nehmen, die aufgemalten Formen ausschneiden und in den Rahmen legen, um zu sehen, wie die Komposition wirkt. Sobald Sie sich über die endgültige Anordnung sicher sind, Klebstoff nehmen und die Teile festleimen.

Nun sind ein bisschen künstlerisches Talent und eine kreative Ader gefragt. Das Trockenmoos muss verteilt werden. Autor Hilton Carter wollte bei seinem Werkstück ein flaches Tal, das sich in der Mitte entlang windet, darstellen. Dazu hat er Moosplatten von Zypressenschlafmoos eingeklebt. Bei den Moosplatten versieht man am besten die Rückwand im Rahmen mit Leim und klebt das Moos auf. Wenn an den Kanten Moos nach dem Leimen überhängt, es mit der Schere sauber abschneiden.

Das Moos anschließend mit einer Heißklebepistole festkleben.

Das Moos anschließend mit einer Heißklebepistole festkleben.

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Die anderen getrockneten Moose aufkleben. Da diese nicht so flach sind, empfiehlt Carter, dass man den Leim auf die Rückseite der Moosstückchen streicht und dann das Moos auf die Platte klebt. Gegebenenfalls Gummihandschuhe anziehen. Es gibt eingefärbte Moose in vielen Farben.

Sobald alle Moose aufgeklebt sind, den Rahmen aufstellen und vorsichtig die losen Moospartikel abklopfen. Dann sieht man, an welchen Stellen das Moos eventuell noch besser aufgeklebt werden sollte. Wieder hinlegen und das an den Kanten überstehende oder falsch platzierte Moos abschneiden. Fertig ist das Mooskunstwerk zum Aufhängen.

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