Rezept für den Klassiker

Coleslaw: Wie der Krautsalat nach Amerika kam – und wie Sie ihn nachmachen

Wo gehobelt wird, gibt es Coleslaw.

Wo gehobelt wird, gibt es Coleslaw.

Na, haben Sie auch schon die Grillsaison eröffnet? Laut dem Statistikportal Statista schätzen 97 Prozent der Deutschen diese Art der Fleisch- und Fischzubereitung. 89,7 Prozent besitzen einen eigenen Grill. Und 37,9 Prozent benutzen ihn sogar so gern, dass er auch im Winter angeheizt wird. Die Deutschen sind eine Grillnation. Aber nicht die einzige. Auch in den USA, Australien und vielen afrikanischen Ländern ist Barbecue beliebt.

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Im Grunde stimmt das alte Vorurteil: Grillen kann jede und jeder. Eine hohe Kunst aber sind die Beilagen. Nichts passt besser zu jeglicher Art von Gegrilltem als Salate. Vor allem in den USA und anderen angelsächsischen Ländern ist ein bestimmter Salat geradezu prototypisch für ein Barbecue: Coleslaw, die amerikanische Version des Krautsalats. Klingt langweilig? Ist er aber nicht. Denn Coleslaw ist mehr als bloß Weißkohl mit Mayonnaise. Es ist die Veredelung jeglicher Art von Fleisch. Und ist auch deswegen so praktisch, weil er lange im Voraus vorbereitet werden kann.

­„Koolsla“ aus dem 18. Jahrhundert

Die Herkunft des Coleslaws ist nicht ganz gesichert. Schon die Römerinnen und Römer aßen Krautsalat, so viel ist bekannt. Der Begriff Coleslaw jedoch dürfte vom niederländischen ­„Koolsla“ abgeleitet sein. So könnten die niederländischen Gründer von New York den Krautsalat über den Atlantik gebracht haben. Rezepte finden sich bereits in amerikanischen Aufzeichnungen aus dem 18. Jahrhundert. Eine Erfindung aber änderte die Zubereitung des Salats in den USA für alle Zeiten: Mayonnaise. Seitdem ist sie unverzichtbarer Bestandteil der dortigen Rezepte.

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Auch deren Ursprung ist übrigens nicht hundertprozentig gesichert. Eine Theorie besagt, dass Mayonnaise ihre Wurzeln auf Menorca hat – und auf der Insel ist man bis heute stolz darauf. Dort kapitulierten 1756 in der heutigen Hauptstadt Mahon die Briten vor Angreifern aus Frankreich, Truppen des Herzogs von Richelieu. Und die entdeckten dort ebendiese Mayonnaise, die während der Belagerung aus der Not heraus zubereitet worden sein soll, aus dem, was noch da war: Eigelb und Öl. Der Name könnte dieser Theorie nach in Anlehnung an die Hauptstadt zunächst Mahonnaise gelautet haben. Es gibt andere Theorien, die den Ursprung des Wortes eher im Französischen sehen. Das Gute ist: Es gibt Mayonnaise heute in jedem Supermarkt.

Das Coleslaw-Rezept

Ein einfaches Rezept für eine große Schüssel:

  • ein Kilogramm Weißkohl (fein gehobelt)
  • eine Möhre (fein gehobelt)
  • 150 Milliliter Milch
  • 150 Milliliter Buttermilch
  • 150 Gramm Mayonnaise
  • zwei Esslöffel Weißweinessig
  • ein Esslöffel Apfelessig (oder stattdessen einen weiteren Esslöffel Weißweinessig)
  • den Saft einer halben Zitrone
  • 1,5 Teelöffel Salz
  • 50 Gramm Zucker
  • Pfeffer nach Belieben

Milch, Buttermilch und Mayonnaise verrühren, anschließend Zucker, Salz, Essig, Zitronensaft und Pfeffer untermischen. Nun Kohl und Möhren mit dieser Mischung vermengen. Das Wichtigste: im Kühlschrank gut durchziehen lassen, am besten vier bis fünf Stunden. Anschließend abschmecken und gegebenenfalls nachwürzen. Fertig!

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Coleslaw ist nicht nur zum Grillen praktisch und lecker. Er passt auch gut als Belag auf einen Hamburger oder als Beilage zu Sandwiches oder Quiches. Statt mit Weißkohl kann man ihn auch mit Rotkohl zubereiten. Und er hält sich im Kühlschrank noch gut mindestens einen weiteren Tag. Wichtig: nicht zu fein raspeln, sonst wird er schnell matschig.

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