Künstlerischer Protest in Lettland

Totenkopf-Putin blickt auf russische Botschaft in Riga

Ein großflächiges Plakat mit einem als Totenkopf stilisierten Porträt des russischen Präsidenten Wladimir Putin hängt an der Fassade des Museums für Medizin­geschichte in Lettlands Hauptstadt Riga.

Ein großflächiges Plakat mit einem als Totenkopf stilisierten Porträt des russischen Präsidenten Wladimir Putin hängt an der Fassade des Museums für Medizin­geschichte in Lettlands Hauptstadt Riga.

Auf eine kreative Weise protestiert das Museum für Medizingeschichte in Lettlands Hauptstadt Riga gegen Putins Krieg in der Ukraine. Die Kultureinrichtung brachte ein großes Plakat an seiner Außenfassade an, darauf zu sehen: ein als Totenkopf stilisiertes Porträt Wladimir Putins. Das Motiv wurde von einem lettischen Künstler gestaltet und ziert auch den Titel der aktuellen Ausgabe des lettischen Wochenmagazins „Ir“.

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+++ Alle Entwicklungen zu Putins Krieg in der Ukraine im Liveblog +++

Museum protestiert auch auf Twitter

Auf Twitter veröffentlichte das Museum ein Video von der Enthüllung des Plakats. Dazu schrieben die Initiierenden: „Gemeinsam FÜR die Ukraine! Gemeinsam GEGEN Putin!“

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Beste Aussicht von der russischen Botschaft

Die beste Aussicht auf das mehrere Meter große Plakat haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der russischen Botschaft. Das Gebäude befindet sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite.

Das Museum veröffentlichte auf seinem Twitter-Account bereits einige Tweets, in denen es sich mit der Ukraine solidarisiert und setzt sich auf kritische und humorvolle Weise mit dem Geschehen auseinander. Es gibt etwa ein Bild von einem Foto Putins in einem Glas und dazu die Überschrift: „Was ist das? Putin in der Dose! Heute geht es in der Mitmachwerkstatt ums Einmachen!“

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Aus Protest gegen Russlands Angriff auf die Ukraine hatte zuletzt die Stadtverwaltung von Riga auch beschlossen, den Straßenabschnitt an der Botschaft und dem Museum in „Ukrainische Unabhängigkeitsstraße“ umzubenennen. Lettland grenzt an Russland und dessen Verbündeten Belarus.

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In Lettland strahlt der Rundfunk die Nachrichten zwei Mal am Tag in der ukrainischen Sprache aus. Die jeweils sieben Minuten langen Beiträge werden von ukrainischen Radiojournalisten produziert.

Auch in Deutschland solidarisieren sich Kulturschaffende mit der Ukraine. So sprachen auf dem Literaturfestival in Berlin zahlreiche Künstlerinnen und Künstler ihre Unterstützung für das Land aus und in Berlin und Dresden wurden Solidaritätskonzerte veranstaltet.

RND/lka/dpa

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