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Sin­ger-Songwriter

Vom Ohr direkt in die Beine: Daniel Puente Encina & Band im Jazz Club Tonne

Daniel Puente Encina

Daniel Puente Encina

Dresden.Vom Ohr direkt in die Beine: Daniel Puente Encinas mitreißende Musik ist vielen aus Fatih Akins interna­tio­na­­­­lem Kino-Er­folg „Gegen die Wand“ bekannt. Der chileni­sche Sin­ger-Songwriter und Gitarrist ar­bei­tet an seinem dritten Soloalbum „Sangre y Sal“ (Blut & Salz) und prä­­sentiert seinen unverwechsel­baren und überraschend gut tanzbaren Sound am 1. September im Dresdner Jazz­club Tonne.

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Sein musikalischer Werdegang ist von unterschied­lich­sten Genres und Spielstilen geprägt. Vom New­-Wave-Post-Punk der späten 80er, vegleichbar mit „The Clash“, bis zum melodischen tanzbaren Crossover Jazz von heute ist viel passiert. Be­reits als Teenager schrieb er in sei­nem Heimatland ge­gen Ende der Dik­ta­tur Musikge­schich­­te. Als Sän­­ger und Bassist der antifaschi­sti­schen „Los Pino­chet Boys“, de­ren punkige, wilde und ex­plo­­sive Auftrit­te in seinem Ge­burts­ort Santiago ei­ne Jugend­be­we­gung auslösten, wurde er vom chilenischen Militär­re­gime genö­tigt, entweder mit der Musik auf­zu­hören oder aber das Land zu ver­lassen.

So trieb es ihn kurz vor dem deutschen Mauerfall nach West-­Ber­lin. An­fang der 90er grün­dete er in Ham­­­burg das Rock-Ska-Punk-Projekt „Niños Con Bom­­bas“, ge­wann den „John Len­non Ta­lent Award“, be­gann Film­mu­sik für Re­gis­­seur Fatih Akin zu schrei­­ben und ging auf in­ter­natio­na­le Kon­zert­-Tour. En­de der 90er lö­ste sich die Band auf­grund in­ter­ner Inte­res­sen­­­kon­flik­te in Los An­ge­les auf, Puente Encina zog zu­rück nach Europa, wo er unter dem Na­men „Polvorosa“ mit elektro­ni­schen Klängen einen Neuan­fang in Barcelona wagte.

Sein Song „Be­hind de mi House“ wurde zum Ren­ner auf den internationalen Tanzflächen und der Clip zum Song von MTV Spanien zu einem der „Be­sten Musikvideos 2004” ge­kürt. „El Amor se demora“ (Die Lie­be verspätet sich“) wurde auf dem Soundtrack zu Fatih Akins Roadmovie „Im Juli“ verewigt. Da­rauf folgten Phasen mit erdigen Kom­positionen, die man als Wü­sten­rock bezeichnen könn­te, die bis heute allerdings unver­öffent­licht blieben. Seit 2012 produziert Daniel Puente Encina unter ei­ge­nem Namen. Auf sein minima­li­sti­sches Karibik-Blues-Album „Dis­pa­ro“ (Schuss) folgte sein orche­stra­ler kosmopolitischer Genre-Mix „Chocolate Con Ají“ (Schoko­la­de mit Chili).

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Im Jazzclub Tonne wird er neben neuen Songs auch Klassiker seiner genannten Alben sowie früherer Projekte zum Be­sten geben. Seine Musik ist mit den Jahren immer anspruchs­voller ge­worden. Zusammen mit Daniels spanischer Gitarre entzünden Per­kussion­instrumen­te wie Cajón und Congas ein Musik-Feuerwerk. Begleitet wird Daniel Puente Encina von Hugo Reydet aus Frankreich am Bass, dem Deutsch-Italiener Mat­teo Bowinkelmann an der Per­kus­sion und dem deutschen Po­sau­ni­sten Jörg Bücheler.

Daniel Puente Encina & Band (Chile) – „Sangre y Sal“ Tour 2018, 1. September, 20 Uhr, Jazzclub Tonne

www.danielpuenteencina.com

www.jazzclubtonne.de

Von DNN

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