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Kreuzchor

So schön verzauberte Peter Maffay beim Adventskonzert in Dresden

Am 20. Dezember 2018 singt Peter Maffay im Dynamo-Stadion ein Adventskonzert.

Am 20. Dezember 2018 singt Peter Maffay im Dynamo-Stadion ein Adventskonzert.

Dresden.Etwa 25  000 Besucher lauschten Donnerstag unter freiem Abendhimmel Weihnachtsliedern und sahen eine fantastische Show des Kreuzchores und seiner prominenten Gäste. Das Programm bot viele Höhepunkte und sorgte für Frohsinn, aber auch für Besinnlichkeit im Rudolf-Harbig-Stadion, beispielsweise als das Stadion in völliger Stille andächtig der Weihnachtsgeschichte lauschte. Kurzum – der Kreuzchor zeigte wieder, warum das Format nun bereits in die vierte Auflage ging.

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Geschickt kombinierten die Kruzianer mit Kantor Roderich Kreile wie in den vergangenen Adventskonzerten moderne Popsongs wie „Happy X-Mas“ oder „Rudolf, the Red-Nosed Reindeer“ mit alten Weihnachtsklassikern zum Mitsingen.

Auch dieses Jahr holten sich die Kruzianer natürlich wieder prominente stimmliche Verstärkung. Keine geringeren als die finnische Sopranistin Camilla Nylund, Deutsch-Rockstar Peter Maffay, Soul-Sängerin Anke Fielder und Schauspieler Christian Brückner waren Donnerstag die Gäste des Kreuzchores und verliehen dem Konzert ihre eigene Note. Flankiert wurde der Chor vom Dresdner „Chross Bell Orchestra“.

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„Ich wollte nie erwachsen sein“

Während Anke Fiedler dem Publikum mit poppigen Arrangements wie „Marshmallow World“ und „All I Want for Christmas Is You“ einheizte, sorgten Camilla Nylunds interpretierte Stücke „I’ll Be Home for Christmas“ und „Nu Tändas Tusen Juleljus“ für Ruhe und Besinnung.

Peter Maffay brachte die Masse mit seinem Tabaluga-Stück „Ich wollte nie erwachsen sein“ und seiner Interpretation von „Leise rieselt der Schnee“ zum Jubeln. Die zwei größten Geheimnisse im Vorhinein, nämlich wer die Weihnachtsgeschichte liest und inwiefern Rolando Villazón „präsent“ sein wird, wurden Donnerstag schließlich auch gelüftet.

Während die Weihnachtsgeschichte von Moderator Christian Brückner verlesen wurde, war Rolando Villazón wie erwartet nur als kurzer Video-Ausschnitt eingeblendet, als er „Feliz Navidad“ anstimmte. Die Zuschauer wurden dafür anderweitig belohnt – denn Star-Geiger David Garrett beehrte den Chor Donnerstag als Überraschungsgast.

Besondere Veranstaltungsort

Das Live-Erlebnis Kreuzchor lebte vor allem vom Stadion als besonderen Veranstaltungsort für dieses Ereignis. Die 240 Herrnhuter Sterne, die Donnerstagabend über dem Stadionfirmament glitzerten, stellten den Nachthimmel wohl in den Schatten. Die Lichttechnik setzte besondere Akzente und die eindrucksvolle Kulisse gekonnt in Szene. Die Besonderheit der Location schätzt auch Kreuzkantor Roderich Kreile. „Das spricht die Leute einfach anders an, als in der Kirche“, sagte er im Vorfeld.

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Alles beim Alten könnte man meinen – aber auch zur vierten Auflage gab es dennoch ein paar Neuerungen: Das Unternehmen Post-Modern verteilte beispielsweise spezielle Ansichtskarten aus dem Stadion. Diese konnten dann mit Weihnachtsgrüßen versehen und direkt aus dem Stadion weltweit kostenlos verschickt werden.

Konzert war ausverkauft

Das Konzert war laut Veranstalter fast restlos ausverkauft. Mit diesem Erfolg des Formats hatte vor vier Jahren so niemand gerechnet. Die Beliebtheit des Adventskonzerts erklärte Kreile im Vorfeld durch die „Heimat“, die der Chor schafft. „Die Menschen haben besonders in der Adventszeit eine Sehnsucht nach dem Miteinander. Weihnachtslieder vermitteln da Geborgenheit“, sagte Kreile. „Mit diesem Abend haben wir eine wunderbare Tradition in der Vorweihnachtszeit geschaffen“, ist er überzeugt.

Damit sollte er Recht behalten – denn die Atmosphäre war trotz der Kälte einmalig: Taschenlampen funkelten im ganzen Stadion, gemeinsam wurde gesungen und sich auf die bevorstehenden besinnlichen Tage eingestimmt. Obwohl nach zweistündiger Show komplett durchgefroren, klatschen die Gäste dennoch enthusiastisch, nachdem die letzten Töne verklungen waren. Unter minutenlangem Applaus ging der Kreuzchor schließlich ab und durfte in erfüllte Augen der Zuschauer blicken.

Von Annafried Schmidt

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