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Personalvorschlag

Martin Lehmann soll Dresdens neuer Kreuzkantor werden

Martin Lehmann leitet derzeit den Windsbacher Knabenchor.

Martin Lehmann leitet derzeit den Windsbacher Knabenchor.

Dresden. Der Chorleiter des Windsbacher Knabenchors, Martin Lehmann, soll nach dem Willen der Findungskommission zum neuen Kantor des Dresdner Kreuzchores berufen werden. Die vom Dresdner Stadtrat eingesetzte Kommission habe den 47-Jährigen einstimmig als 29. Kreuzkantor vorgeschlagen, teilte die Stadtverwaltung Dresden am Dienstag mit. Der Stadtrat muss der Personalie nach der Sommerpause noch zustimmen, eine Entscheidung wird für den Herbst erwartet.

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Ehemaliger Kruzianer setzt sich gegen zwei Mitbewerber durch

Der Amtsantritt ist für Sommer 2022 vorgesehen, die öffentliche Einführung auf den 25. September 2022 terminiert. Lehmann, der selbst als Kind und Jugendlicher im Kreuzchor gesungen hat, habe sich nach einem langen Auswahlverfahren gegen zuletzt zwei Mitbewerber durchgesetzt, hieß es. Er leitet seit 2012 den Windsbacher Knabenchor, einen der renommiertesten deutschen Knabenchöre. Die Berufung als Kreuzkantor hat im Einvernehmen mit der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens zu erfolgen.

Lehmann, der seine musikalische Ausbildung im Dresdner Kreuzchor erhielt, soll auf Roderich Kreile folgen, der in den Ruhestand geht. Der 65-jährige gebürtige Münchner steht dem Chor seit 1997 als 28. Kreuzkantor vor.

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Der Dresdner Kreuzchor wurde vor mehr als 800 Jahren gegründet und gilt als älteste Kulturinstitution der Stadt Dresden. Beim Amt des Kreuzkantors handelt es sich um einen Dienstvertrag mit der Landeshauptstadt, die Rechtsträgerin des Kreuzchores ist. Für die neu zu besetzende Stelle waren 37 Bewerbungen eingegangen.

Dresdens Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch würdigte Lehmann als „einen der renommiertesten europäischen Knabenchorleiter, Kirchenmusiker und Pädagogen“. Während der Probenwoche und in vielen Gesprächen habe er unter Beweis gestellt, dass er die Tradition des Dresdner Kreuzchores „auf künstlerisch exzellentem Niveau und mit der notwendigen Empathie für die heranwachsenden Sänger fortführen wird“, erklärte Klepsch. Der neue Kantor solle auch ein Nachwuchskonzept entwickeln.

„Mit Freude, Leidenschaft und Demut“

„Ich freue mich außerordentlich über die Berufung als Kreuzkantor durch die Findungskommission und danke für das Vertrauen, das mir entgegengebracht wird“, erklärte der designierte neue Chorleiter Lehmann. Es sei ihm „eine große Ehre, für dieses herausragende Amt vorgeschlagen worden zu sein“. Er werde es - falls es zum Vertragsabschlusses kommt - „mit Freude, Leidenschaft und Demut annehmen“.

Sachsens evangelischer Landesbischof Tobias Bilz erklärte zum Personalvorschlag: „Der Kreuzchor, die Kreuzkirchgemeinde, die Stadt Dresden und unsere Landeskirche gewinnen mit Martin Lehmann eine Persönlichkeit, die sich überzeugend vorgestellt hat und sehr herzlich willkommen ist.“

Martin Lehmann wurde in Malchin in Mecklenburg-Vorpommern geboren. Als Zehnjähriger kam er zum Dresdner Kreuzchor, dem er bis 1992 angehörte. Er studierte an der Dresdner Musikhochschule Chorleitung. Von 2001 bis 2011 leitete er unter anderem die Schola Cantorum Leipzig.

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Der Dresdner Kreuzchor hat seinen angestammten Platz in der evangelisch-lutherischen Kreuzkirche am Altmarkt. Dort singen die Kruzianer regelmäßig in Vespern und Gottesdiensten. Zusätzlich geben die rund 130 Sänger zahlreiche Konzerte.

Von epd

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