Dresdner Festival

Freie Musik von und mit Günter Heinz und Jaap Blonk

Jaap Blonk

Jaap Blonk

Dresden. Das bevorstehende Wochenende ist ein Wochenende der Freiheit. Der Freiheit im Bereich der musikalisch-künstlerischen Entfaltung. Denn da treffen in zwei Konzerten die Künstler Jaap Blonk und Günter Heinz aufeinander, die beide zwar höchst unterschiedlicher Natur, einander aber dennoch sehr verbunden sind.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Sowohl der Dresdner Posaunist Günter Heinz, der sich unermüdlich als Veranstalter des Festivals Frei Improvisierter Musik (FFIM) hervortut, als auch der niederländische Stimm-Improvisator Jaap Blonk sind über die Mathematik zur Musik geraten und daher in der Lage, deren Strukturen zu ergreifen.

Begeisterte Improvisatoren

Darüber hinaus sind Heinz und Blonk begeisterte Improvisatoren, beherrschen den Umgang mit elektronischen Medien und sehen in der Lautpoesie von Kurt Schwitters, Hugo Ball sowie der Zürcher Dadaisten eine ergiebige Quelle ihrer Inspiration.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

In Fachkreisen wird beispielsweise Blonks Interpretation von Schwitters’ „Ursonate“ häufig als die „beste Vertonung“ dieses Werkes angesehen. Er spezialisierte sich darüber hinaus auf Aufführungen eigener Lautpoesie, auch mit immer wieder überraschenden Einsatz elektronischer Transformationen. Damit sowie mit diversen Ensembles in den Grenzbereichen von Neuer Musik, Computermusik und Free Jazz weiß er sein Publikum weltweit zu begeistern.

Durchdringung von Musik und Literatur

Auch für Heinz spielt die Berührung unterschiedlicher Genres und Techniken eine wichtige Rolle. Insbesondere die Durchdringung von Musik und Literatur bedeutet ihm viel. So ist seine künstlerische Arbeit häufig geprägt von einer engen Zusammenarbeit mit Schriftstellern und Dichtern wie Elisabeth Wandeler-Deck in Zürich, Juan Carlos Valle in Ferrol und dem inzwischen verstorbenen Sargon Boulos aus San Francisco.

Gastspiele führten ihn sowohl ins legendäre Cabaret Voltaire in Zürich ( der „Geburtsstätte“ des DaDa ) und zum Victoria-Festival in Canada – aber eben auch in den Dresdner Jazzclub Tonne sowie (mit einem Schwitters-Projekt des Jazzers Hannes Zerbe mit dem Schauspieler Hans-Joachim Frank vom Berliner Ensemble) zu den Freiberger Jazztagen. Vertonungen von Heinz’ „mathematischer Lautpoesie“ wurden mit Wilfried Staufenbiel und Mitgliedern des Rundfunkchores Berlin aufgenommen.

Konzerte in der Blauen Fabrik Dresden und in der Kirche Kleinwaltersdorf

Nun sollen den beiden Künstlern, trotz eines übervollen Tour-Kalenders von Blonk, erstmals gemeinsame Zusammentreffen gelingen, das sie nach Dresden und in die Freiberger Region führen werden. Am heutigen Sonnabend gibt es um 21 Uhr ein erstes Konzert mit elektronischen, vokalen und auf der Posaune erzeugten Improvisationen in der Blauen Fabrik zum Festival Frei Improvisierter Musik. Morgen sorgt um 19.30 Uhr ein spannender Ausflug in die Kirche Kleinwaltersdorf, Freiberg, wo auch Orgelklänge ins Spiel geraten und – ein Höhepunkt dieser Begegnung! – die berühmte „Ursonate“ von Kurt Schwitters aufgeführt werden soll.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

FFIM-Dresden.de

Von Michael Ernst

Mehr aus Kultur regional

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken