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Semperoper

Anna Netrebko vor Auftritt in Dresden: Nicht über Corona sprechen

Anna Netrebko.

Anna Netrebko.

Dresden.Opernsängerin Anna Netrebko (48) kehrt nach wochenlanger Zwangsabstinenz auf die Bühne und vor Publikum zurück. Die russische Sopranistin singt bei der Wiederöffnung der Dresdner Semperoper Verdi und sprach zuvor mit der Deutschen Presse-Agentur über Corona und ein Rollendebüt:

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Frage: Wie haben Sie als Künstlerin die Corona-Pause erlebt?

Antwort: Ich habe alle Interviews abgelehnt und wollte überhaupt nicht über dieses Thema sprechen. Diese Zeit war nicht nur für mich persönlich, sondern für alle meine Kollegen sehr schwierig. Viele Sänger und Musiker sind ohne Arbeit und viele Sänger befinden sich derzeit in einer äußerst schlechten finanziellen Situation. Sie wissen nicht, wann sie wieder auf der Bühne stehen können und wann die Theater eröffnet werden. Das ist natürlich beängstigend... Ich hoffe nur, dass es bald vorbei ist.

Frage: Was bedeutet es für Sie, vor Publikum auf die Opernbühne zurückzukehren?

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Antwort: Ich bin der Semperoper sehr dankbar. Es ist noch sehr früh und sie sind sehr mutig. Natürlich erfüllen sie alle Regeln, die wir in der aktuellen Situation brauchen. Ich denke, dass sowohl Künstler als auch Publikum verstehen, dass Auftritte im Moment in einer anderen, etwas experimentellen Form stattfinden müssen. Wir müssen diese Zeit mit Würde durchlaufen und das Positivste daraus machen. Das Wichtigste ist, weiterhin Musik zu machen.

Zur Person

Anna Netrebko gilt als die Opern-Diva unserer Zeit. Die Sopranistin machte nach dem Gesangsstudium am Konservatorium St. Petersburg schnell Karriere. Sie singt an den wichtigsten Häusern der Welt, porträtierte bereits die berühmtesten Heldinnen der Oper und ist weltweit gefragt.

Frage: Sie geben in Dresden Ihr Debüt als Elisabetta aus „Don Carlo“, was schätzen Sie an der Rolle und an Verdi?

Antwort: Sie ist sehr schön und unterscheidet sich sehr von allen Verdi-Rollen, die ich zuvor gesungen habe. Seine Musik, Melodien, Charakter und Temperament sind für mich sehr neu und ich musste hart daran arbeiten, bevor ich es zum Leben erwecken konnte. Es war ein sehr interessanter Prozess, insbesondere weil die Rolle musikalisch und auch psychologisch so herausfordernd ist.

Frage: Was verbindet Sie mit der Dresdner Semperoper?

Antwort: Ich freue mich sehr, wieder in Dresden und in diesem wunderbaren Theater zu sein, wo ich 2016 mein Debüt als Elsa gab. Daran habe ich nur positive Erinnerungen, die mir sehr am Herzen liegen. Es war eine erstaunliche Zeit.

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Von Simona Block, dpa

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