Live-Komm-Vorstand: „Clubbetrieb ist nur ohne Maske und Abstand möglich“

Junge Menschen feiern in einer Diskothek auf der Tanzfläche.

Junge Menschen feiern in einer Diskothek auf einer wenig gefüllten Tanzfläche (Symbolbild).

Hamburg. Viele Branchen erhoffen sich durch die Beschlüsse des Bund-Länder-Treffens am Mittwoch (16. Februar) Perspektiven und Öffnungs­möglichkeiten. Die Beschluss­vorlage, die dem Redaktions­Netzwerk Deutschland (RND) vorliegt, sieht deutliche Lockerungen der Corona-Regeln vor. Auch Clubs und Diskotheken sollen von den neuen Regelungen profitieren. Ab dem 4. März sollen sie wieder unter 2G-plus-Bedingungen öffnen dürfen. Die maximale Auslastung soll laut Entwurf 40 Prozent betragen. Zusätzlich gilt demnach eine Maskenpflicht.

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Live-Komm-Vorstand: Auslastung von maximal 40 Prozent wirtschaftlich nicht sinnvoll

Aus Sicht der Live-Musik-Kommission (Live Komm) reichen die geplanten Schritte nicht aus. Der geschäfts­führende Vorstand des Verbandes, Steffen Kache, stört sich vor allem an der Maskenpflicht. „Ein Clubbetrieb ist nur ohne Maske und Abstand möglich“, betont er gegenüber dem RND am Dienstag. „Das sind grundlegende Bedingungen. Zum einen ist das vom Publikum nicht gewollt, zum anderen ist es gar nicht umsetzbar. Selbst wenn wir das wollten, würde es nicht funktionieren.“

Auch eine Auslastung von maximal 40 Prozent ginge für Clubs laut Kache nicht weit genug. Wirtschaftlich würde sich eine Öffnung so kaum lohnen. „Wir können über alles reden, was über einer Auslastung von 75 Prozent liegt. Darunter ist das wirtschaftlich einfach nicht sinnvoll“, erklärt der geschäfts­führende Live-Komm-Vorstand.

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Der geschäftsführende Live-Komm-Vorstand und Chef des Clubs Distillery in Leipzig Steffen Kache.

Der geschäftsführende Live-Komm-Vorstand und Chef des Clubs Distillery in Leipzig Steffen Kache.

2G-plus-Regelung kein Problem

Die 2G-plus-Regelung stelle für den Verband dagegen kein großes Problem dar, sagt Kache. „Das hat sich schon im Herbst bewährt und gut funktioniert.“ Im vergangenen Jahr hätten einige Clubs, die unter 2G-Bedingungen öffnen durften, zur Sicherheit zusätzlich einen tagesaktuellen negativen Test verlangt. „Viele Clubs haben mittlerweile auch eigene Test­möglichkeiten oder gar Testzentren“, erklärt Kache. „2G plus nehmen wir gern an, dafür sollten aber andere Beschränkungen wie das Tragen einer Maske und der Abstand wegfallen“, führt er aus.

Mehr als 650 Mitglieder

Der Live-Musik-Kommission-Verband der Musikspielstätten in Deutschland ist ein Bundesverband für Musik­spielstätten und repräsentiert mehr als 650 Musikclubs und Festivals in über 100 Städten und Gemeinden. Die Mitglieder gehören nach Verbandsangaben zu den größten Anbietern lokaler Kultur­veranstaltungen.

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