Chartrekorde und politisches Engagement: Das Phänomen Taylor Swift

Pop-Queen Taylor Swift bricht immer mehr Rekorde.

Pop-Queen Taylor Swift bricht immer mehr Rekorde.

Die Liste ihrer Erfolg ist lang, dabei ist Popstar Taylor Swift gerade einmal 30 Jahre alt: Die Musikerin gewann bereits mehr als 330 Auszeichnungen, darunter zahlreiche Grammy-Awards und einen Emmy-Award. Jetzt hat sie auch noch Popikone Whitney Houston eingeholt.

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Houston und Swift sind nun die zwei Künstlerinnen, die in den meisten aufeinanderfolgenden Wochen auf Platz eins der US-amerikanischen “Billboard 200 Charts” standen. Swifts Album “Folklore”, das sie ohne Ankündigung im Juli veröffentlichte, steht seit sechs Wochen an der Spitze der Musikcharts. Insgesamt standen ihre Studioalben 46 Wochen auf Platz eins der US-Hitparaden, wie das Branchenmagazin “Billboard” am Dienstag schrieb.

Taylor Swift: Der Wandel vom Country- zum Popstar

Taylor Swift ist aber nicht erst seit “Folklore” erfolgreich. Mit ihrem ersten Album “Taylor Swift” (2006) begeisterte sie Countryfans, es erreichte Platz fünf der US-amerikanischen Albumcharts. Einen weiteren Karriereschub bekam sie durch ihr Popalbum “1989″, das Swift 2014 rausbrachte. So wurde es laut der Nachrichtenseite “USA Today” als “erstes dokumentiertes, offizielles Popalbum” beworben. Ein erfolgreicher Song daraus ist “Shake It Off”: Das Lied markierte ihren Wandel von der jungen Countrysängerin hin zur Pop-Performerin. “1989″ verkaufte sich in der ersten Woche mehr als 1,28 Millionen Mal in den USA.

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“Ich schreibe Lieder über meine Gefühle”

Swift kam im Dezember 1989 in West Reading (US-Bundesstaat Pennsylvania) zur Welt. Schon früh wurde ihr großes Musiktalent deutlich: Mit zehn Jahren trat sie mit eigenen Liedern bei Wettbewerben auf, wie sie der Website “CMT News” 2006 erzählte. Im Alter von 15 Jahren bekam sie ihren ersten Plattenvertrag bei Sony Music.

Bis heute schreibt sie ihre Musik selbst, wie in der Netflix-Dokumentation “Miss Americana” (2020) gezeigt wurde. Darin ist zu sehen, wie die Popsängerin gemeinsam mit ihren Produzenten an Liedern arbeitete. In dem Film können Fans die Anfänge des Hits “Me!” beobachten: Swift hat sich die eingängige Melodie demnach selber ausgedacht. Auch das hoch angesehene Musikmagazin “Rolling Stone” ordnet Swift als besonders talentierte Musikerin ein, sie sei eine der 100 besten Songwriter und Songwriterinnen aller Zeiten.

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Fans nennen sich Swifties

Die 39-Jährige ist bekannt für Lieder mit tiefgehender Bedeutung. Während der Konzerttour zum Album “Red” (2012) rief sie ihren Fans zu “Hallo, ich bin Taylor, ich schreibe Lieder über meine Gefühle. Man sagt mir, dass ich viele Gefühle habe.”

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Ihre Fans haben sogar einen eigenen Spitznamen – sie nennen sich Swifties und haben der Sängerin schon eine Menge Ärger eingebracht. In der Vergangenheit kam es schon öfter vor, dass Swifties Menschen bedrohten, die die Sängerin kritisierten. Nach einem Artikel einer Musikjournalistin zu “Folklore” veröffentlichten Swifties zum Beispiel die Adresse und Telefonnummer der Frau. Das “Urban Dictionary” definiert ihre extremen Fans als “besessen”.

Kampf gegen Ungerechtigkeiten

Swift musste schon früh in ihrer Karriere gegen Ungerechtigkeiten kämpfen. Im Jahr 2013 soll der Radio-DJ David “Jackson” Mueller die Sängerin vor einem Konzert in Denver (US-Bundesstaat Colorado) sexuell belästigt haben. Swift sagte, Mueller habe während eines Fotos ihren Rock gehoben und ihren Po angefasst. Direkt danach sorgte die Sängerin für den Rauswurf des DJs und für ein lebenslanges Besuchsverbot bei ihren Konzerten, wie die US-Seite “VOX” schreibt. Swift berichtete auch seinem Arbeitgeber, der Radiostation KYGO, von dem Vorfall.

Zwei Tage später wurde ihm gekündigt, woraufhin Mueller die Musikerin 2015 wegen Verleumdung auf umgerechnet 2,5 Millionen Euro verklagte. Das ließ Swift nicht auf sich sitzen: Sie reichte eine Gegenklage ein und forderte symbolisch einen Dollar als Schadensersatz – sie gewann das Verfahren und Mueller verlor seine Klage. Swifts Anwalt sagte über ihre Motivation, sie wolle “als Beispiel für andere Frauen dienen”.

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Taylor Swift ist politisch – und wählt die Demokraten

Politisches Engagement von einstigen Countrysängern ist ein heikles Thema. Die Fanbase der Countrymusik gilt als eher konservativ und der Republikanischen Partei zugehörig. Als die beliebte Band Dixie Chicks im Jahr 2003 den damaligen republikanischen Präsidenten George W. Bush und den Irak-Krieg kritisierten, erfuhren sie eine heftige Gegenreaktion. Tausende Countryradiostationen spielten ihre Songs nicht mehr, die drei Mitglieder der Band bekamen Todesdrohungen, sogar ihr damaliger neuer Song “Landslide” fiel auf den “Billboard Charts” von Platz zehn auf Platz 43.

Danach war klar: Countrymusiker sollten sich nicht gegen Konservatismus aussprechen. Dieser Devise folgte auch Taylor Swift – bis zu den US-amerikanischen Midterm-Wahlen im Jahr 2018. Sie sprach sich auf Instagram für zwei demokratische Kandidaten, die für LGBTQ-Rechte und gegen Rassismus einstanden, aus. Wie in der Dokumentation “Miss Americana” gezeigt wird, diskutierten Swift und ihr Team tagelang über diesen Schritt. “In der Vergangenheit habe ich mich geweigert, meine politischen Ansichten öffentlich zu äußern, aber aufgrund mehrerer Ereignisse in meinem Leben und in der Welt in den letzten zwei Jahren empfinde ich das jetzt ganz anders”, schrieb die Sängerin in ihrem Statement an ihre Fans.

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In dem Post forderte sie ihre Fans außerdem dazu auf, sich für die Midterm-Wahlen registrieren zu lassen. Die Swifties hörten auf sie: Wie die US-Zeitung “Washington Post” berichtete, gab es kurz nach dem Statement einen sprunghaften Anstieg der Wählerregistrierungen der 18- bis 29-Jährigen.

Privatleben wieder privat

Swift ist seit circa 2016 mit Schauspieler Joe Alwyn (“The Favourite”) zusammen. Obwohl die Musikerin in der Vergangenheit öffentlich mit ihren Beziehungen umging, hält sie Details um ihre jetzige Liebe geheim. Ihr aktuelles rekordbrechendes Album “Folklore” wird von Musikkritikern als Wendung hin zu Indie-Folk wahrgenommen: Es verkaufte sich am ersten Tag mehr als 1,3 Millionen Mal. Da alle Songs in die Top 100 der Charts einstiegen, gilt sie in den USA nun als die Sängerin, die dort die meisten Songs platziert hat: 113 an der Zahl.

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RND/am

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