Blauhäutige Wesen, Tom Cruise und Bürgerkrieg: Ein Ausblick aufs Kinojahr 2022

Auf nach Pandora: Die blauhäutigen Bewohner warten schon.

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James Bond hat das so schwer gebeutelte Kino im Herbst 2021 doch nicht aus seiner Krise retten können, jedenfalls nicht nachhaltig. Gegen einen Gegner namens Corona ist auch ein britischer Spion machtlos.

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2022 aber geht ein Regisseur an den Start, der noch höhere Erwartungen weckt – schon durch die pure Dauer, die er seine Fans inzwischen warten lässt: 13 Jahre nach „Avatar“ will James Cameron nun endlich wieder auf den Planeten Pandora zu den so sanften blauhäutigen Wesen reisen. Drei weitere, bereits abgedrehte Filme warten in der Pipeline. Für Erzählstoff ist also gesorgt, auch nach Corona, falls es diesen Zustand irgendwann mal wieder geben sollte.

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Seit „Titanic“ (1997) hat Cameron Kinostandards gesetzt, sowohl, was Entstehungskosten als auch den Erfolg seiner Filme betrifft – und vor allem deren technische Innovationskraft. Angekündigt ist nun ein Trip in eine Unterwasserwelt, wie man ihn noch nie zuvor gesehen hat. In „Avatar 2″ geht es darum, den Planeten vor der Ausbeutung zu schützen, das klingt hoch aktuell auch für Erdbewohner. Angekündigt ist das Werk für Mitte Dezember 2022.

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Momentan weiß jedoch niemand so genau, wie es in den kommenden Wochen mit dem Kino weitergeht: Schließungen scheinen jedenfalls wieder möglich. Zwischendurch begann deshalb die große Verschieberitis: Die Filmbranche buchte manchen Starttermin um. Pedro Almodóvars Drama „Parallele Mütter“ mit Penélope Cruz etwa wurde erst einmal auf Anfang März vertagt.

Prinzessin Diana in „Spencer“

Andere setzen auf Durchhalten. Schon Anfang des Jahres sind Attraktionen angekündigt, etwa das Prinzessin-Diana-Drama „Spencer“ (13. Januar), Guillermo del Toros stargespickter Psychothriller „Nightmare Alley“ (20. Januar) oder Paul Thomas Andersons Teenagerromanze „Licorice Pizza“ (27. Januar).

Kenneth Branaghs autobiografisch grundierter Film „Belfast“ über eine Kindheit im heraufziehenden Bürgerkrieg steht für Ende Februar in den Startlisten. Und schon am 10. Februar bringt er die nächste Agatha-Christie-Verfilmung „Tod auf dem Nil“ heraus. In Corona-Zeiten sind alle Angaben ohne Gewähr.

Die Berlinale hält immer noch geradezu tollkühn an einer Präsenzveranstaltung Mitte Februar (10. bis 20.) fest. Oder muss man dieses Beharrungsvermögen schon störrisch nennen? Andere Großveranstaltungen in Berlin wie die Grüne Woche und die Reisemesse ITB haben bereits kapituliert oder sind wieder mal ins Netz abgewandert.

Wer will noch einen Golden Globe?

Die Oscarshow ist für den 27. März gesetzt. Die sonst so begehrten Golden Globes am 9. Januar könnten nach den Querelen um den veranstaltenden Verband der Auslandsjournalisten in Hollywood zur Peinlichkeit werden. Welcher Star will wirklich noch eine Trophäe in Händen halten, die mit mangelnder Diversität und Bestechlichkeit in Verbindung gebracht wird? Und vor allem: Wer will Teil einer Show sein, die in diesem Jahr noch nicht mal von NBC im Fernsehen übertragen wird?

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Fantasyfreunde dürften sich besonders Anfang März auf „The Batman“ mit Robert Pattinson als menschliche Fledermaus freuen. Wer Abenteuer im Kinderzimmer vorzieht, liegt Mitte Juni mit „Lightyear“ richtig, in dem Pixar den Ursprung des Spielzeughelden Buzz Lightyear in der „Toy Story“-Reihe erzählt.

Auch die genetisch getunten Dinosaurier kehren in der einst von Steven Spielberg kreierten Reihe „Jurassic World – Ein neues Zeitalter“ im Juni zurück. Nach dem traurigen Tod von Hauptdarsteller Chadwick Boseman will Marvel im November mit „Black Panther“ auch wieder ins Königreich Wakanda aufbrechen.

Bei manchen Filmen hat man schon beinahe das Gefühl, sie zu kennen. Dabei sind sie als Corona-Opfer immer wieder zurückgezogen worden. Tom Cruise will nun endlich mit „Top Gun: Maverick“ Ende Mai auf die Leinwand zurückkehren, mit „Mission Impossible 7″ Ende September (und der achte Teil der Agentenreihe soll auch schon in Arbeit sein). Und für Kinder ist im Dezember eine neue „Räuber Hotzenplotz“-Verfilmung mit Olli Dittrich und Christiane Paul geplant.

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Spannend dürfte das kommende Jahr werden, wenn es um die Beziehung zwischen Kino und Bildschirm geht. Die Trennung ist immer mehr in Auflösung begriffen. Netflix kündigt beispielsweise eine Neuverfilmung des Kriegsfilmklassikers „Im Westen nichts Neues“ nach Erich Maria Remarques Roman an, prominent besetzt mit Daniel Brühl und Albrecht Schuch. Will man dieses Epos wirklich auf einem kleinen Bildschirm sehen?

Ein anderes Spektakel entfaltet sich garantiert auf der großen Leinwand: Für Anfang Februar hat Roland Emmerich seinen Science-Fiction-Katastrophenfilm „Moonfall“ angekündigt, in dem der Mond auf die Erde zurast und die Existenz der Menschheit bedroht. Offenbar ist noch Schlimmeres als Corona vorstellbar.

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