Bayreuther Festspiele: Weniger Vorstellungen, kein Chor im Festspielhaus

Festspielchefin Katharina Wagner.

Festspielchefin Katharina Wagner.

Bayreuth. Die Corona-Krise zwingt die Bayreuther Festspiele auch im kommenden Jahr zu einschneidenden Veränderungen. „Durch die coronabedingte Absage der Festspiele 2020 haben sich auch die kompletten Spielpläne der Folgejahre verschoben und bedürfen neuer Dispositionen“, sagte Festspielchefin Katharina Wagner der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag nach einer Sitzung des Verwaltungsrates.

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Im kommenden Jahr sind außerdem weniger Vorstellungen geplant als sonst im Bayreuther Festspielsommer üblich. „Allerdings bemühen wir uns, eine Vorstellungsanzahl zu realisieren, die sich möglichst weitestgehend an den vorangegangenen Festspieljahren orientiert“, sagte Wagner.

Auf dem Spielplan 2021 stehen nun neben der Neuproduktion „Der Fliegende Holländer“ mit der ersten Dirigentin der Festspielgeschichte, Oxana Lyniw, die Wiederaufnahmen der Produktionen „Die Meistersinger von Nürnberg“ und „Tannhäuser“. Außerdem sollen drei Vorstellungen der „Walküre“ realisiert werden „durch einen namhaften Performance-Künstler“, sagte Wagner.

„Der Ring des Nibelungen“ erst 2022

Der eigentlich auch noch für das kommende Jahr als Wiederaufnahme geplante „Lohengrin“ mit Kulissen von Neo Rauch und Dirigent Christian Thielemann am Pult soll vorerst nicht mehr auf dem Spielplan stehen und erst 2022 wieder zu sehen sein. Dann ist auch die in diesem Jahr ausgefallene Premiere des Vierteilers „Der Ring des Nibelungen“ in einer Neuinszenierung von Regisseur Valentin Schwarz geplant.

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Im kommenden Jahr wird noch etwas ganz anders sein als sonst: „Da anzunehmen ist, dass die Pandemie immer noch vorhanden ist, planen wir jetzt den Chor aus dem Chorsaal live zu übertragen“, sagte Wagner. „Szenisch werden Kleindarsteller auf der Bühne anstelle des Chores zu sehen sein.“

RND/dpa

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