Wegen Omikron: RKI rechnet mit „schlagartiger Erhöhung der Infektionsfälle“

Ein Mund-Nasenschutz liegt am frühen Morgen auf dem nassen Pflaster der Fußgängerzone in Frankfurt.

Ein Mund-Nasenschutz liegt am frühen Morgen auf dem nassen Pflaster der Fußgängerzone in Frankfurt.

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat seinen neuen Wochenbericht veröffentlicht. Wegen der Omikron-Variante sei mit „einer schlagartigen Erhöhung der Infektionsfälle zu rechnen und es kann zu einer schnellen Überlastung des Gesundheitssystems und gegebenenfalls weiterer Versorgungsbereiche komme“, schreibt das RKI.

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Besonders für die Gruppe der Ungeimpften ist die Infektionsgefährdung laut dem RKI sehr hoch, für die Gruppen der Genesen und Geimpften mit zweifacher Impfung schätzt das RKI die Gefährdung als hoch und für die Gruppe der Geimpften mit Auffrischimpfung als moderat ein. Insgesamt sei die Gefährdung durch Covid für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland aber sehr hoch.

Die Behörde fordert, alle nicht notwendigen Kontakte zu reduzieren und Reisen zu vermeiden – das gelte auch für Geimpfte und Genesene. Größere Veranstaltungen und Feiern im öffentlichen sowie privaten Raum sollten abgesagt werden. Darüber hinaus sei das Tragen einer medizinischen Maske sowie das regelmäßige Lüften von Innenräumen nach dem Aufenthalt mehrerer Personen wichtig, um das Infektionsgeschehen einzudämmen. Allen Personen, die bisher noch keine Impfung erhalten haben, empfiehlt das RKI, sich dringend grundimmunisieren zu lassen. Wer die Möglichkeit hat, sollte sich darüber hinaus so schnell wie möglich die Booster-Impfung holen.

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Verbreitung der Variante regional unterschiedlich

Die Omikron-Variante breitet sich in Deutschland immer weiter aus. Zwischen dem 27. November und 27. Dezember wurden 10.443 (Verdachts-)Fälle an das RKI übermittelt (Stand: 28. Dezember). Dabei wurden für 6788 Fälle zu den Symptomen übermittelt. Besonders häufig wurden dabei Schnupfen (54 Prozent), Husten (57 Prozent) und Halsschmerzen (39 Prozent) gemeldet.

In den einzelnen Bundesländern ist die Omikron-Variante bislang recht unterschiedlich ausgeprägt, wie der RKI-Bericht zeigt. In Bremen ist Omikron bereits die dominierende Variante (64,7 Prozent), während in Mecklenburg-Vorpommern (1,3 Prozent) und Sachsen (0,9 Prozent) kaum Omikron-Fälle bekannt sind. Verzögerte Meldungen und Sequenzierung können die Fallzahlen jedoch beeinflussen.

42.770 Corona-Neuinfektionen

Das RKI hat am Donnerstag eine etwas höhere bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz als am Vortag veröffentlicht – allerdings mit der Einschränkung, dass die Daten aufgrund der geringen Test- und Meldeaktivitäten während der Feiertage ein unvollständiges Bild abgeben können. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Morgen mit 207,4 an. Am Vortag hatte der bundesweite Wert bei 205,5 gelegen, vor einer Woche bei 280,3 (Vormonat: 439,2).

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Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 42.770 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.15 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 44.927 Ansteckungen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 383 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 425 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 7.109.182 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Donnerstag mit 3,15 (Mittwoch 3,18) an. Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Donnerstag mit 6.332.300 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 111.602.

RND/dpa

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