Studie zu Corona und Schwangerschaft: Kaum Gefahr für das Kind

Sind Schwangere bei Corona-Erkrankung einem höheren Risiko ausgesetzt, eine Fehlgeburt zu erleiden? Eine Studie gibt Entwarnung.

Sind Schwangere bei Corona-Erkrankung einem höheren Risiko ausgesetzt, eine Fehlgeburt zu erleiden? Eine Studie gibt Entwarnung.

Eine Corona-Infektion während der Schwangerschaft erhöht offenbar weder das Risiko für Fehlgeburten noch für frühkindliche Todesfälle. Das hat eine Untersuchung des Imperial College London ergeben, die im Fachmagazin „Ultrasound in Obstetrics and Gynecology“ veröffentlicht wurde.

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Britische Wissenschaftler hatten Gesundheitsdaten von 4004 Frauen aus Großbritannien und den USA ausgewertet, die sich während der Schwangerschaft sicher oder wahrscheinlich mit dem Coronavirus infiziert hatten. Nur etwa 2 Prozent der später geborenen Babys waren demnach bei der Geburt ebenfalls mit dem Coronavirus infiziert und keines war verstorben.

Virus Ursache für Frühgeburten?

Als einzige Auffälligkeit stellten die Studienautoren fest, dass es bei Schwangeren mit positivem Corona-Test etwas häufiger zu Frühgeburten (Geburten vor der 37. Schwangerschaftswoche) kam. Von den Frauen aus Großbritannien hatten 12 Prozent eine Frühgeburt, der durchschnittliche Anteil von Frühgeburten liegt dort sonst bei nur 7,5 Prozent. Von den Schwangeren aus den USA hatten fast 16 Prozent eine Frühgeburt, im Durchschnitt kommt dies dort bei 10 Prozent aller Schwangerschaften vor.

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Allerdings räumten die Forscher ein, dass dies nicht unbedingt auf die Corona-Infektion zurückzuführen sei. Möglich sei vielmehr, dass die Ärzte sich bei den Infizierten früher entschieden, eine Geburt einzuleiten, um negative Auswirkungen für Mutter und Kind vorzubeugen. Spontane Frühgeburten waren hingegen seltener als erwartet aufgetreten. Zudem hatten die Babys der zuvor infizierten Mütter kein verringertes Geburtsgewicht.

Keine besondere Gefahr für Mütter

Auch frühere Studien hatten keine besondere Gesundheitsgefährdung für Babys von infizierten Schwangeren feststellen können. Der Grund scheint zu sein, dass eine Infektion mit dem Coronavirus wenn überhaupt erst im späten Stadium der Schwangerschaft von der Mutter auf das Kind übergehen kann.

Im vergangenen Jahr hatte eine Studie des US-Centers for Disease Control and Prevention (CDC) ergeben, dass die Müttersterblichkeit möglicherweise erhöht sein könnte, wenn Schwangere sich mit dem Coronavirus infizieren. Dies hatte sich bei der neuen Datenauswertung nicht bestätigt. Das Risiko für einen tödlichen Verlauf einer Covid-19-Erkrankung sei bei den Schwangeren nicht höher gewesen als in der Gesamtbevölkerung, so die Studienautoren.

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Die Wahrscheinlichkeit für Komplikationen könnte bei schwangeren Infizierten nach Einschätzung von Experten wohl nur dann erhöht sein, wenn zusätzliche Risikofaktoren wie Bluthochdruck, schweres Übergewicht und eine Schwangerschaftsdiabetes vorliegen. Bei solchen Vorerkrankungen sind schwere Verläufe allerdings auch ohne Schwangerschaft häufiger.

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