RKI: Kinder in Deutschland werden oft zu spät und zu wenig geimpft

Kinder in Deutschland erhalten nach einer Analyse des Robert Koch-Instituts (RKI) weiterhin oftmals zu spät und zu wenig empfohlene Standardimpfungen.

Kinder in Deutschland erhalten nach einer Analyse des Robert Koch-Instituts (RKI) weiterhin oftmals zu spät und zu wenig empfohlene Standardimpfungen.

Berlin. Kinder in Deutschland erhalten nach einer Analyse des Robert Koch-Instituts (RKI) weiterhin oftmals zu spät und zu wenig empfohlene Standardimpfungen. „Dadurch werden bei keiner Impfung national bzw. international gesetzte Impfquotenziele erreicht“, heißt es in dem RKI-Bericht. „Bei allen Impfungen werden die empfohlenen Alterszeitpunkte nicht eingehalten, Impfserien bleiben unvollständig und einige Kinder erhalten manche Impfungen gar nicht.“ Das RKI berichtet von teils erheblichen regionalen Unterschieden.

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Insbesondere bei lange etablierten Impfungen wie etwa gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Polio und Hepatitis B zeigten sich im sehr jungen Alter nur „moderate Impfquoten“. Bis zum Schulbeginn würden Impfungen zwar nachgeholt, aber nicht bei allen Kindern.

Impfungen wurden trotz Pandemie von vielen Eltern und ihren Kindern in Anspruch genommen

Auch gegen die hochansteckenden Masern werde oft zu spät und zu wenig geimpft, hieß es. Zum Masernschutzgesetz, dessen Inkrafttreten zum 1. März 2020 sich mit dem Pandemiebeginn überlagerte, schreiben die Autoren: Es würden „erste erfolgreiche Effekte“ im ersten Jahr für die Inanspruchnahme der Masern- und möglicherweise auch zusätzlicher Impfungen festgestellt.

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Befürchtungen, wonach die Pandemie das Routineimpfen beeinträchtigen könnte, haben sich laut Bericht nicht bestätigt: Es seien 2020 „keine negativen Effekte auf die Impfinanspruchnahme bei Kindern“ aufgetreten. Der Bericht basiert auf Daten aus Schuleingangsuntersuchungen (2008 bis 2019) und der Kassenärztlichen Vereinigungen (2008 bis 2021).

RND/dpa

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