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Covid-19

Warum die Corona-Ambulanz in Dresden schon jetzt am Limit ist

Am Montag ist die neue Corona-Ambulanz im Uniklinikum Dresden erstmals an ihre Belastungsgrenze gestoßen.

Am Montag ist die neue Corona-Ambulanz im Uniklinikum Dresden erstmals an ihre Belastungsgrenze gestoßen.

Dresden.Bis auf die Fiedlerstraße hinaus reichte die Schlange, die sich Montagvormittag vor dem Uniklinikum Dresden bildete. Rund 400 Menschen standen an, um sich in der Infektionsambulanz auf das neuartige Coronavirus testen zu lassen. „Gegen Mittag waren unsere Test-Kapazitäten für den Tag erschöpft. Wir mussten die Wartenden nach Hause schicken“, sagt Holger Ostermeyer, Sprecher des Uniklinikums.

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Erst letzten Montag ist die Corona-Ambulanz in Dresden eröffnet worden. In dem Gebäude auf dem Klinik-Campus werden seitdem täglich knapp 200 Testabstriche vorgenommen. Der Andrang vom Montag brachte die neue Einrichtung erstmals an ihre Belastungsgrenze.

Warum ist die Corona-Ambulanz bereits jetzt am Limit?

Eigentlich sollten in der Ambulanz nur Patienten untersucht werden, bei denen ein begründetes Risiko einer Infektion besteht. „Die Personen müssen entsprechende Symptome aufweisen oder engen Kontakt mit nachweislich Infizierten gehabt haben. Dies trifft jedoch auf den größeren Teil der Wartenden am Montag nicht zu“, betont Andreas Mogwitz, Medizinischer Geschäftsleiter des Uniklinikums. Er appelliert an die Bürgerschaft, die Fachambulanz nur bei Erfüllung klarer Kriterien aufzusuchen. Diese sind unter anderem auf der Website des Klinikums zu finden.

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Wie will das Uniklinikum des Ansturms Herr werden?

Die Klinikumsleitung hat bereits das Personal der Corona-Ambulanz aufgestockt. Zehn bis 14 Mitarbeiter in Schutzmontur stehen nunmehr bereit, um arbeitsteilig Patienten zu befragen, zu untersuchen und die Testabstriche vorzunehmen. Außerdem siebt das Uniklinikum schon in der Schlange aus: Wartenden wird ein Fragebogen ausgehändigt, auf dem sie zu ihrer Symptomatik Angaben machen sollen. Die Auskünfte werden dann vom Personal ausgewertet. Sofern die Daten den Verdacht auf das Coronavirus nicht bestätigen, werden die Personen noch vor dem Test nach Hause geschickt.

Diese Maßnahmen haben den Ansturm am Montag nicht verhindern können. Um die Ansteckungsgefahr in der Warteschlange zu verringern, wurde immerhin ein Sicherheitsabstand durchgesetzt: Die Besucher der Corona-Ambulanz müssen nun mindestens zwei Meter voneinander entfernt stehen.

Ob sich die Situation in den nächsten Tagen entspannt, ist ungewiss. „Wir arbeiten fieberhaft an einer Lösung. Diesbezüglich stehen wir auch mit den anderen Krankenhäusern in intensivem Kontakt“, sagt Klinik-Geschäftsleiter Mogwitz.

Ist der Krankenhausbetrieb weiterhin sichergestellt?

Der Klinikbetrieb wird ohne größere Einschränkungen weitergehen, teilt das Uniklinikum mit. Für Mitarbeiter mit Kindern seien individuelle Lösungen gefunden worden. „Unter anderem wurden die Arbeitszeiten situationsbedingt angepasst. Derzeit sind wir alle optimistisch, dass wir alle Patienten ohne Einschränkungen weiterhin behandeln können“, sagt Mogwitz.

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Von Junes Semmoudi

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