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Covid-19

Corona: Sachsen nimmt Kranke aus Italien auf

Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen.

Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen.

Dresden. Großes Signal der Hilfsbereitschaft: Sachsen wird sechs schwer kranke Patienten aus Italien aufnehmen. Das kündigte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) in Dresden vor der Presse an.

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Sachsen reagiere damit auf eine Bitte der italienischen Regierung. Die Kranken kämen in Krankenhäuser in Leipzig und in die Uniklinik in Dresden.

Kretschmer: Nachverfolgung von Kontakten wichtig

Kretschmer sprach die Hoffnung aus, dass die sechs Menschen bald wieder gesund werden und dankte den hiesigen Ärzten für ihre Einsatzbereitschaft.

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Der Ministerpräsident verwies darauf, dass es in der gegenwärtigen Krise weiterhin notwendig sei, die Kontaktpersonen von Infizierten nachzuverfolgen. "Das müssen wir tun, genau davon wird die Ausbreitung des Virus abhängen", erklärte er.

Oberstes Ziel sei die Einschränkung sozialer Kontakte, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Kretschmer wiederholte seine Auffassung, dass frühestens zu Ostern eingeschätzt werden könne, ob die Maßnahmen gegriffen haben.

Von Italien kann Sachsen lernen

Sachsen Sozialministerin Petra Köpping (SPD) bezeichnete die Aufnahme der italienischen Patienten als solidarische Aktion innerhalb der EU. Die sächsischen Ärzten würden sich davon auch Erfahrungen über den Verlauf der Krankheit versprechen. Sachsen könne davon lernen.

Im Freistaat gibt es laut Köpping aktuell 865 Infizierte, davon gebe es in einem Fall einen schweren klinischen Verlauf. In Chemnitz würden sechs Personen mit einer Lungenentzündung behandelt. In Dresden gebe es 183 Fälle, in Leipzig 161. Besonders stark seien die Fallzahlen im Landkreis Zwickau gestiegen. Dort gebe es derzeit 175 Fälle, obwohl der Landkreis viel weniger Einwohner hat als beispielsweise Dresden oder Leipzig.

Keine Kritik an Dresden

Der Ministerpräsident sah offenbar auch keinen Anlass für Kritik an der Landeshauptstadt für das Vorpreschen bei der Regelung der Ausgangsbeschränkungen. Dresden hatte einen Tag früher als das Land bereits das Verlassen „der eigenen Häuslichkeit“ grundsätzlich untersagt. Nur mit „triftigem Grund“ durften Dresdner seit Sonnabend noch auf die Straße. „Dresden hat das so für sich entscheiden“, konstatierte Kretschmer lediglich.

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Dresdens Oberbürgermeister Hilbert hatte die Entscheidung damit begründet, dass es zwingend notwendig ist, die Infektionsketten zu unterbrechen. Dafür mussten Menschenansammlungen in der Öffentlichkeit schnellstmöglich unterbunden werden. Diesem Ziel schloss sich schließlich auch der Freistaat mit seiner landesweiten Ausgangsbeschränkung an, die seit Sonntag gilt. „Am Ende geht es um das gemeinsame Ziel und darum, sich nicht zu zerstreiten“, erklärte Kretschmer.

Von Ingolf Pleil

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