Lauterbach warnt: Omikron nicht unterschätzen

Laut aktueller Prognosen könnten sich in Großbritannien bereits zum Jahresende täglich eine Million Menschen mit dem Coronavirus anstecken.

Laut aktueller Prognosen könnten sich in Großbritannien bereits zum Jahresende täglich eine Million Menschen mit dem Coronavirus anstecken.

Die Omikron-Variante des Coronavirus breitet sich auch in Deutschland aus. 325 Fälle wurden laut Robert Koch-Institut in Deutschland bisher identifiziert (Stand: 16. Dezember). Die Sorge vor einer heftigen fünften Pandemiewelle wächst – obwohl teilweise von milderen Verläufen durch die neue Virusvariante die Rede ist.

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UK: Eine Million Neuinfektionen täglich erwartet

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) erklärte in der vergangenen Woche, er rechne im Januar mit einer massiven Welle durch die Omikron-Variante. Auf Twitter warnt Lauterbach nun nochmals vor Omikron. Niemand dürfe die Variante unterschätzen, schreibt der Gesundheitsminister dort.

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Lauterbach verweist zudem auf einen Artikel in der britischen Zeitung „The Guardian“. Demnach rechnen Expertinnen und Experten schon zum Jahresende mit täglich einer Million Neuinfektionen durch die Omikron-Variante, die Rede ist von einem regelrechten „Covid-19-Tsunami“. Dieser könne das britische Gesundheitssystem vor massive Herausforderungen stellen. „Das bestätigen mir auch Wissenschaftler aus UK“, schreibt Lauterbach.

Bisher ist demnach noch nicht klar, wie das Gesundheitssystem mit der Omikron-Welle zurechtkommen wird. Alles hängt davon ab, wie hoch der Anteil der Krankenhauseinweisungen unter den Neuinfektionen ist. Denn dass die Omikron-Variante tatsächlich zu weniger schweren Verläufen führt, steht noch nicht fest. Die britische Gesundheitsbehörde rechnet in der ersten Januarwoche mit zuverlässigen Daten, was den Schweregrad der Erkrankungen sowie den Schutz der aktuellen Impfstoffe gegen einen schweren Krankheitsverlauf angeht.

Personalausfälle durch Krankheit befürchtet

Im schlimmsten Fall, so ein Gesundheitsexperte gegenüber dem Guardian, könnte die Schwere der Krankheit wieder den Stand vom letzten Winter erreichen, als sich die Alpha-Variante im Land ausbreitete und noch wenige Menschen in der Bevölkerung einen Impfschutz erhalten hatten. Damals hätten etwa 22 Prozent der Infizierten über 65 Jahren in Krankenhäusern behandelt werden müssen.

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Angesichts der relativ hohen Impf- und Boosterquote sowie der vielen Genesenen in Großbritannien rechnen die meisten Expertinnen mit vielen milden Verläufen durch die Omikron-Variante. Die Impfquote in dem Land liegt bei rund 70 Prozent, über 40 Prozent der Bevölkerung haben bereits eine Auffrischimpfung erhalten (Stand 17.12.). Doch die zu erwartenden, extrem hohen Infektionszahlen könnten trotzdem zu Problemen führen, zumal durch die Omikron-Welle mit einer großen Anzahl von Krankmeldungen gerechnet wird. Expertinnen und Experten befürchten, dass eine erhöhte Zahl von Krankenhauseinweisungen mit vielen Krankheitsfällen beim Krankenhauspersonal zusammenfallen könnten.

Auch in anderen Bereichen von Wirtschaft und Gesellschaft wird mit vermehrten Corona-Erkrankungen gerechnet. Die Omikron-Welle könne daher auch bei Lieferketten oder im öffentlichen Nahverkehr zu Ausfällen führen.

Im Moment verdoppele sich die Zahl der Neuinfektionen mit der Corona-Variante in Großbritannien im Zeitraum von etwa zwei Tagen, so der Guardian. Im Laufe der Zeit wird aber mit einer Verlangsamung dieser Entwicklung gerechnet, wenn etwa neue Kontaktbeschränkungen erlassen werden oder die Menschen zum Schutz vor einer Erkrankung weitere Maßnahmen ergreifen.

RND/kau

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