Im Mutterleib infiziert: Neugeborenes in Frankreich an Covid-19 erkrankt

Die 23-jährige Mutter hatte sich zum Ende des dritten Trimesters mit dem Coronavirus infiziert.

Die 23-jährige Mutter hatte sich zum Ende des dritten Trimesters mit dem Coronavirus infiziert.

Ärzte in Frankreich haben über den ersten nachgewiesenen Fall berichtet, in dem sich ein Baby nachweislich im Mutterleib mit dem Coronavirus infizierte. Die Fallstudie, die in “Nature Communications” veröffentlicht wurde, verfolgt die Geburten einer Reihe von Babys mit Covid-19, bei denen die Ärzte vermuten, dass sie sich im Mutterleib infiziert haben. Bisher konnten sie nicht ausschließen, dass die Babys während oder kurz nach der Geburt infiziert wurden. Der “Guardian” hatte darüber berichtet.

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Mutter wurde noch vor der Geburt positiv getestet

Die 23-jährige Mutter wurde Ende März mit Fieber und starkem Husten ins Krankenhaus eingeliefert, nachdem sie sich zum Ende des dritten Trimesters mit dem Coronavirus infiziert hatte. Sie wurde kurz nach ihrer Ankunft positiv auf Covid-19 getestet. Drei Tage nach der Aufnahme der Frau wurden bei der Überwachung des Babys Anzeichen eines Notfalls festgestellt. Es wurde mit einem Notkaiserschnitt zur Welt gebracht auf einer Neugeborenen-Intensivstation isoliert und intubiert. Inzwischen gehe es Mutter und Kind aber wieder gut.

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Plazenta wies besonders hohe Virenkonzentration auf

Leider gebe es in diesem Fall keinen Zweifel an der Übertragung und die Mediziner müssen sich bewusst sein, dass so etwas wieder passieren könnte. Der Grund dafür, dass der Ursprung der Infektion bisher nicht nachweisbar war, liegt den Studienleitern zufolge darin, dass man sehr viele Proben benötigt: Das Blut der Mutter, des Kindes, das Nabelschnurblut sowie Fruchtwasser und die Plazenta.

Die höchsten Konzentrationen des Virus wurden in der Plazenta gefunden, dort befinden sich dieselben Rezeptoren wie die in der Lunge, die das Virus benutzt, um in menschliche Zellen einzudringen. Bluttests von Mutter und Kind und die aus der Lunge entnommene Flüssigkeit des Babys wiesen in diesem Fall auf eine Covid-19-Infektion hin. Ausführlichere Tests ergaben außerdem, dass sich das Virus vom Blut der Mutter in die Plazenta ausgebreitet hatte, wo es sich vermehrte und eine Entzündung verursachte, die auf das Baby übertragen wurde.

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