EMA gibt grünes Licht für Impfstoff von Novavax in der EU

Ein medizinischer Mitarbeiter bereitet während der Studie im St. George’s University Hospital in London eine Dosis mit dem Corona-Impfstoff von Novavax für eine Impfung vor.

Ein medizinischer Mitarbeiter bereitet während der Studie im St. George’s University Hospital in London eine Dosis mit dem Corona-Impfstoff von Novavax für eine Impfung vor.

Amsterdam. Grünes Licht für den Impfstoff des US-Herstellers Novavax: Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat am Montag die Zulassung des Mittels namens Nuvaxovid empfohlen.

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Anders als Biontech/Pfizer, Astrazeneca, Johnson & Johnson und Moderna setzt Novavax auf ein etabliertes Impfprinzip: die protein­basierte Methode, die seit Jahrzehnten aus der Impfstoff­forschung bekannt ist und auch gegen andere Virus­infektionen genutzt wird.

Das Vakzin wird aus Kopien der Spike-Proteine an der Oberfläche des Virus hergestellt. Die Spikes lassen sich zu Nano­partikeln zusammensetzen, welche die molekulare Struktur des Coronavirus nachahmen. Ganz so traditionell wie bisherige Protein­impfstoffe arbeitet aber auch Novavax nicht: Der Hersteller benötigt auch bestimmte Wirkverstärker, sogenannte Adjuvanzien, welche die Immunantwort verstärken.

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Wirkung gegen Delta und Omikron?

Die EMA hatte auf Basis der Daten aus den Zulassungs­studien geprüft, ob das Mittel von Novavax wirksam, sicher und verträglich ist. Im Juni hatte das Pharma­unternehmen erklärt, in einer Studie mit fast 30.000 Teilnehmern und Teilnehmerinnen in den USA und Mexiko sei das Vakzin zu rund 90 Prozent gegen symptomatische Covid-19-Erkrankungen wirksam gewesen. Die Analyse wurde Mitte Oktober auch als Preprint veröffentlicht. Zu einem ähnlichen Ergebnis war eine im „New England Journal of Medicine“ erschienene Studie mit 15.000 Probanden in Großbritannien gekommen.

Die Studien stammen allerdings aus einer Zeit, als Delta noch nicht die dominierende Virusvariante in Europa gewesen ist. Auch Omikron hatten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler damals noch gar nicht entdeckt. Deshalb ist noch nicht klar, wie wirksam der Impfstoff von Novavax gegen beide Mutanten ist. Das Unternehmen selbst verkündete bereits, dass erst mit einem Booster bei Delta mit ähnlich hohen Antikörperleveln zu rechnen sei wie beim Ursprungsvirus. Zur Wirksamkeit gegen Omikron hat Novavax noch keine Angaben gemacht.

Fünf Impfstoffe zugelassen

Insgesamt sind nun fünf Corona-Impfstoffe in der Europäischen Union zugelassen: Außer Nuvaxovid von Novavax noch Comirnaty von Biontech/Pfizer, Spikevax von Moderna, Vaxzevria von Astrazeneca und Janssen von Johnson & Johnson.

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Behörden in Indonesien und den Philippinen haben das Vakzin von Novavax bereits zugelassen. Auch Indien, Großbritannien und Kanada prüfen derzeit eine Zulassung.

RND/dpa/she/saf

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