Einfache Tricks: Forscher zeigt, wie sich auch bei Hitze gut schlafen lässt

Schlafen bei Hitze fällt vielen Menschen schwer.

Schlafen bei Hitze fällt vielen Menschen schwer.

Klingenmünster. Der Schlafforscher Hans-Günter Weeß hat davor gewarnt, den Einfluss hoher Temperaturen auf die Nachtruhe zu unterschätzen. „Am Morgen nach solchen Hitzenächten gibt es bei der Arbeit oder in der Schule oft das kollektive Gähnen“, sagte der Leiter des Interdisziplinären Schlafzentrums im pfälzischen Klingenmünster. Fehlender oder unerholsamer Schlaf wirke sich negativ auf das Leistungsvermögen am Tag aus. „Die Fehlerhäufigkeit und das Unfallrisiko am Arbeitsplatz und im Straßenverkehr steigen an.“

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Dabei könne das Beachten einfacher Tipps die nächtlichen Qualen reduzieren und das Schlafvermögen verbessern, sagte Weeß. „Auf die richtige Belüftung kommt es an. Schließen Sie am Tag die Fenster und Rollläden und öffnen Sie diese erst, bevor sie ins Bett gehen. Zudem – es klingt paradox – aber Heißes sorgt für Kälte: Wer vor dem Zubettgehen etwas Warmes trinkt, wird weniger schwitzen“, meinte der Buchautor („Schlaf wirkt Wunder“). Eine warme Dusche vor dem Zubettgehen öffne die Poren der Haut und sorgt für ein Frischegefühl.

Kein Alkohol vor dem Schlafen

Von einem Gläschen Wein riet Weeß ab. „Alkohol am Abend wirkt zwar psychisch entspannend, erweitert aber auch die Gefäße und unterstützt das nächtliche Schwitzen.“ Auch Schlaftabletten sieht er kritisch. „Um Abhängigkeiten nicht zu begünstigen, sollten Sie auch in Hitzenächten nicht zur Tablette greifen. Ein paar Nächte mit weniger Schlaf kann unser Körper gut aushalten.“

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„Spezialtipps“ hat der Schlafforscher auch auf Lager. „Hartgesottene greifen gelegentlich zum Äußersten: Sollten Sie einen Fliesenboden im Schlafzimmer haben, können Sie etwas Wasser hin kippen. Aber Vorsicht: Beim nächtlichen Toilettengang besteht Rutschgefahr“, meinte Weeß. Grundsätzlich solle man sich an der Sommerzeit freuen – auch, wenn es nicht so mit dem Schlafen klappt. „Oder gehen Sie zum Schlafen einfach in den Keller“, sagte der Fachmann augenzwinkernd.

RND/dpa

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