Hongkong und Neuseeland im Vergleich

Drosten auf Twitter: „Omikron ist bei ungeimpften älteren Menschen nicht mild“

Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie an der Charité Berlin, setzt sich seine FFP2-Maske in der Bundespressekonferenz zur Corona-Lage auf.

Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie an der Charité Berlin, setzt sich seine FFP2-Maske in der Bundespressekonferenz zur Corona-Lage auf.

Die Omikron-Variante des Coronavirus verlaufe zwar in einigen Fällen milder als andere Variante. Doch gerade bei ungeimpften älteren Menschen sei Omikron oftmals „nicht mild“, betonte der Virologe Christian Drosten am Montag auf Twitter. Das zeige eine Analyse der „Financial Times“, die Daten der Johns Hopkins Universität aus Hongkong und Neuseeland verglichen hatte. Bei beiden steige die Inzidenz derzeit rasant an, doch die Todesrate liege in Neuseeland deutlich unter der von Hongkong.

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Hongkongs Impfquote bei Älteren niedrig

Ein Grund könnte die Impfquote des Inselstaates sein. In Neuseeland sind nur 2 Prozent der über 80-Jährigen nicht gegen Corona geimpft. Die Sterberate liegt dort bei 0,1 Prozent, wie die Daten zeigten. Im Bevölkerungsdurchschnitt ist die Impfquote in Hongkong zwar ähnlich wie in Neuseeland. Doch in der Metropole lassen sich gerade ältere Menschen oftmals nicht impfen. Demnach sind laut den Daten der Financial Times 66 Prozent der über 80-Jährigen in Hongkong ungeimpft. Die Sterberate liegt hier auch entsprechend bei einem Wert von 4,7 Prozent.

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Omikron habe Hongkong und Neuseeland beide stark getroffen, „doch die Resultate könnten nicht unterschiedlicher sein“, schrieb John Burn-Murdoch, Datenjournalist der „Financial Times“ dazu, der die Daten auf Twitter zuerst teilte.

Auch in Deutschland gibt es noch eine Impflücke bei den Älteren. Laut dem Impfquoten-Monitoring des Robert Koch-Instituts (RKI) sind 88,7 Prozent der über 60-Jährigen grundimmunisiert. 78,1 Prozent haben in dieser Altersgruppe eine Auffrischimpfung erhalten (Stand: 15. März). Nur mit dem Booster ist man Forschenden zufolge ausreichend gegen Omikron geschützt.

RND/mr

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