Phase-1-Studie gestartet

Onlinehändler Amazon forscht an Impfstoffen gegen Krebs

Um Brustkrebs rechtzeitig zu erkennen, bieten Krankenkassen Frauen zwischen 50 und 69 Jahren kostenlos ein Mammographie-Screening an.

Der US-Konzern Amazon entwickelt weitgehend abseits der Öffentlichkeit Impfstoffe gegen Brust- und Hautkrebs.

Seattle. Impfstoffe gegen Krebs, die mittels DNA von Patientinnen und Patienten individuell angepasst sind, sind eine der großen Hoffnungen für die Zukunft, an denen die Pharmaforschung arbeitet. Offenbar will auch der Onlinehändler Amazon an der Entwicklung teilhaben.

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Der Konzern arbeitet derzeit in Zusammenarbeit mit dem Fred Hutchinsons Cancer Center in Seattle an personalisierten Impfstoffen gegen Brust- und Hautkrebs, berichtet die britische Zeitung „Daily Mail“. Demnach hat die US‑Pharmabehörde FDA eine erste klinische Studie an den Impfstoffen mit 20 Proban­dinnen und Probanden genehmigt.

Amazon erhöht Engagement im Gesundheitssektor

Das Forschungsprojekt soll aus einem weitgehend geheimen Labor von Amazon mit dem Namen „Grande Challenge“ stammen. Ein kleines Team aus Ärztinnen und Ärzten sowie Gesundheitsingenieurinnen und ‑ingenieuren soll sich dort mit der Entwicklung beschäftigen.

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Die Phase-1-Studie soll im November 2023 abgeschlossen sein. Bis die Impfstoffe tatsächlich auf den Markt kommen, wird es nach Einschätzung von Expertinnen und Experten aber noch mehrere Jahre dauern. Dann allerdings könnten die Impfstoffe eine gezieltere und kostengünstigere Form der Therapie darstellen und möglicherweise klassische Chemotherapien ersetzen.

Lauterbach empfiehlt: Zweiter Booster auch für Jüngere

In Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission bislang eine zweite Booster-Impfung für Menschen ab 70 Jahren.

Amazon zeigt seit Längerem Interesse am Gesundheitssektor. So hat der Onlinehändler bereits eine Online­apotheke, ein eigenes Diagnostiklabor und einen Fitnesstracker entwickelt. Der Einstieg in die Branche der medizinischen Versorgung hat für den Konzern laut CEO Andy Jassy oberste Priorität.

Amazon entwickelt erstmals eigenes Medikament

Bei dem Impfstoffprojekt arbeitet das Unternehmen nun zum ersten Mal bei der Entwicklung eines eigenen Medikaments mit. „Sollte der Prozess Fortschritte machen, wären wir offen für die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen im Gesundheitswesen und in den Biowissenschaften“, sagte ein Amazon-Sprecher dem Magazin „Business Insider“.

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An der Entwicklung von Krebsimpfstoffen, die mittels DNA individuell auf Patientinnen und Patienten angepasst werden können, arbeiten neben Amazon viele weitere Firmen. Auch das deutsche Impfstoff­unternehmen Biontech forscht an Vakzinen gegen Krebs und verwendet dabei die mRNA-Technologie, die bereits im Corona-Impfstoff zum Einsatz kommt.

Durch eine mRNA‑Impfung soll das Immunsystem in die Lage versetzt werden, Krebszellen im Körper zu erkennen und gezielt anzugreifen. So sollen etwa Rückfälle verhindert werden, erklärt Biontech-Gründer Ugur Sahin.

Zwei Immuntherapieansätze gegen Krebs von Biontech befinden sich derzeit in der klinischen Phase 2. Sie zielen auf die Behandlung von Dickdarm- und schwarzem Hautkrebs. In etwa drei Jahren hoffe man auf weitere Ergebnisse und Daten , so Sahin.

RND/kau

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