Leistungsschub für den Luxus-Liner

Mercedes-AMG EQE 53 4matic+ – aus der Business-Limousine wird ein E‑Sportwagen

Souveränes Fahrvergnügen, das bei Tempo 220 abgeriegelt wird: der neue Mercedes-AMG EQE 53 4matic+.

Souveränes Fahrvergnügen, das bei Tempo 220 abgeriegelt wird: der neue Mercedes-AMG EQE 53 4matic+.

Über den Mercedes EQE haben wir ja bereits im April ausführlich berichtet – und waren voll des Lobes. Kein Wunder, die Stuttgarter Autobauer haben hier eine Limousine auf die Räder gestellt, deren Komfort- und Fahrqualitäten schlicht beeindruckend sind. Wer den EQE selbst in der Basisversion 350+ mit 215 Kilowatt (kW) fährt, möchte erstens gar nicht mehr aussteigen und zweitens nie wieder in ein Auto mit Hubkolbenmotor zurück. Souveränität, Ruhe und Geschmeidigkeit des Elektroantriebs suchen ihresgleichen.

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Vielen reicht dies aber nicht. Das ist in der Welt der Verbrenner so, das ändert sich auch in der E‑Mobilität nicht. Die Hersteller freut so etwas natürlich, mit mehr Leistung und einer möglichst individualisierten Ausstattung lässt sich gutes Geld verdienen. Von Letzterem scheint genügend vorhanden zu sein weltweit. Nicht umsonst boomen die Umsätze der jeweiligen Performance-Töchter, ob sie nun BMW M GmbH, Audi Sport oder AMG heißen, um nur die größten zu nennen.

Neu entwickelte Elektromotoren

AMG hat sich jetzt den EQE ein zweites Mal zur Brust genommen. Seit einigen Monaten gibt es bereits den EQE 43 4matic. Er bildet bislang den Einstieg in die vollelektrische Welt von AMG. Im August folgt Stromschlag Nummer zwei, der EQE 53 4matic+. Dieses Modell wurde deutlich mehr auf Leistung und Dynamik getrimmt, ganz nach Art des Hauses. Doch haben die Ingenieure aus Affalterbach, dem Sitz von AMG, nicht einfach an ein paar Reglern gedreht und hier und da ein paar dickere Kabel verlegt. Sie gingen ganzheitlich ans Tuning.

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Äußerst handlicher und kurvendynamischer Sportwagen: RND-Tester Michael Specht im Mercedes-AMG EQE 53 4matic+.

Äußerst handlicher und kurvendynamischer Sportwagen: RND-Tester Michael Specht im Mercedes-AMG EQE 53 4matic+.

„Für den EQE 53 4matic+ haben wir sogar neue Elektromotoren entwickelt“, verrät Baureihenleiter Jens Hüser, „der Inverter erhielt eine andere Steuerung, die E‑Motoren arbeiten mit höheren Strömen.“ Beide Maschinen zusammen leisten 460 kW und damit mehr als doppelt so viel wie die Einstiegsversion EQE 350+. Wer sich bei AMG noch das Dynamik-plus-Paket gönnt, bekommt zusätzlich eine Schippe drauf: 45 kW zusätzlich, eine Art Turboboost sozusagen. Das Drehmoment steigt dann von ohnehin schon gigantischen 950 auf 1000 Newtonmeter, Werte, die sich in der Verbrennerwelt nur schwer erreichen lassen.

Synthetischer Sound passend zum Fahrstil

Es braucht nicht viel technische Fantasie, um zu erahnen, was so viel Power mit einer Limousine wie dem EQE anstellt, selbst wenn diese batteriebedingt 2,5 Tonnen wiegt. Der Wagen reagiert bereits auf kleinste Fahrpedal­bewegungen, schiebt augenblicklich los, dass es die Insassen kräftig in die Sitze drückt. Und das Schönste: Alles läuft nahtlos, ruhig und souverän ab. Obwohl: Ruhig geht es nicht immer zu. Denn am EQE 53 4matic+ haben sich einige AMG-Klangspezialisten ausgetobt. „Sound ist schließlich Teil unserer DNA“, so Jens Hüser.

Je nach Fahrmodus – es gibt fünf Programme – lassen sich aus zwei Klangwelten drei verschiedene Ausprägungen wählen. Mit dem Ergebnis: Wenn der EQE-AMG beschleunigt, heult und singt es ähnlich wie bei Raumschiff Enterprise, jeweils passend zur Beschleunigung. Bei AMG spricht man von „Leistungspulsation“. Das Ganze lässt sich auf dem Display auch noch optisch darstellen. Wie auch immer, nicht jeder wird dieses synthetische Sounderlebnis mögen. Wenigstens lässt sich das Feature auch abschalten.

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Gute Laune beim Fahren, Kater beim Bezahlen: Performance und Ausstattung des Mercedes-AMG EQE 53 4matic+ haben ihren Preis.

Gute Laune beim Fahren, Kater beim Bezahlen: Performance und Ausstattung des Mercedes-AMG EQE 53 4matic+ haben ihren Preis.

„Wir möchten, dass der Kunde mit einem Grinsen aussteigt“

Fest verankert hingegen sind das luftgefederte Verstellfahrwerk, der vollvariable Allradantrieb und die mitlenkenden Hinterräder. Alles zusammen macht den EQE 53 4matic+ zu einem äußerst handlichen und kurvendynamischen Sportwagen. Fahrspaß ist mit jedem Kilometer garantiert, den EQE-Chef Hülse ganz salopp mit den Worten kommentiert: „Wir möchten, dass der Kunde mit einem Grinsen aussteigt.“

Für gute Laune dürften sicher auch die netten Zutaten sorgen, mit denen AMG den 53 4matic+ von dem Standard-EQE abgrenzt. Äußerlich sind dies unter anderem die 21-Zoll-Räder, der typische AMG-Grill mit den Vertikalstreben und der Heckspoiler auf dem Kofferraumdeckel. Innen ist der 53er in schwarzem Leder mit Kontrastnähten gehalten. Aufpreis kosten allerdings das Performance-Lenkrad mit Alcantarabezug, die Performance-Schalensitze und der riesige Hyperscreen. Er erhielt, um die sportliche Ausprägung zu betonen, diverse AMG-spezifische Grafiken, unterscheidet sich aber sonst nicht von dem im normalen EQE.

Das die Welt von AMG kein Schnäppchenmarkt ist, weiß ein jeder, der das Unternehmen kennt. Mit exakt 109.777,50 Euro kostet der EQE 53 4matic+ fast 40.000 Euro mehr als der Basis-EQE.

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Mercedes-AMG EQE 53 4matic+

Motor: zwei PSM-E‑Maschinen

Antrieb: Allrad

Systemleistung: 460 kW (625 PS)

0–100 km/h: 3,5 s

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Max. Drehmoment: 950 Nm

Spitze: 220 km/h (abgeregelt)

Verbrauch: 23,2 bis 20,3 kWh/100 km

Batteriekapazität: 90,6 kWh

Ladeleistungen: 11 kW AC, 170 kW DC

Reichweite: 444 bis 518 km (WLTP)

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Kofferraum: 430 Liter

Länge/Breite/Höhe: 4,95/1,96/1,49 m

Leergewicht: 2525 kg

Preis: 109.777,50 Euro

 

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